Montag, 14.07.2003 13:46

AOL eröffnet Weblog-Dienste für Anfänger

aus dem Bereich Sonstiges

Zahlreiche Anbieter sind überlaufen, Google ist involviert, viele nutzen sie: Weblogs. Nachdem der führende Suchanbieter Google im Februar den beliebten Weblog-Anbieter Blogger.com übernommen hat, springt AOL ebenfalls auf den angefahrenen Zug auf und führt einen eigenen Weblog-Dienst für die eigenen Kunden in den USA ein.

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Der Name: AOL Journals

Ein Weblog ist eine Wortkombination aus "Web" und "Logbook" und stellt eine persönliche Seite dar, die ein Benutzer meistens mehrmals täglich mit Einträgen füllt. In diesen Einträgen dokumentiert er seine Surftouren im Netz, die zumeist auch mit Links unterlegt sind - ein Weblog ist also in gewisser Hinsicht wirklich ein Fahrtenbuch, doch auch kann es Aufgaben als Notizblock oder Tagebuch übernehmen. Da bei AOL laut AOL Vice President für Community-Produkte Rick Robinson laut einer Studie viele Kunden mit dem Begriff "Weblog" noch nichts anfangen können, hieße das eigene Angebot "AOL Journals".

Es umfasse drei verschiedene Möglichkeiten, das eigene Weblog mit Inhalten zu füllen: Über ein von AOL bereitgestelltes Online-Tool mit Eingabefeldern, über Instant Messaging und über einen kostenpflichtigen Telefondienst, der es den Benutzern ermöglicht, MP3s im eigenen Weblog bereitzustellen. Neben Texten und MP3s können Benutzer auch Bilder in ihre Weblog stellen. Über den IM-Dienst kann ein Software-Bot angeschrieben werden, der die zugesandten Nachrichten automatisch im Weblog einträgt. Erfreulich: Den offenen Standard RSS zur die Verbreitung von Nachrichtenkanälen wird unterstützt werden.

Kommentar: Absehbare Flut an Weblogs

AOLs Angebot hat einige Nachteile. Der IM-Dienst funktioniert lediglich mit dem internen Messenger und die bisherige Diskussionskultur in AOL-eigenen Foren und Chats lässt wieder auf eher mageren Inhalt in großer Fülle schließen. Da AOL bewusst auch Einsteiger anspricht, schafft der Konzern bewusst erneut eine eigene Sub-Plattform, deren Benutzer nicht über den Tellerrand hinausschauen werden. Insgesamt gesehen ist das eher ein Rückschritt für das vergleichsweise neue Medium "Weblog" im Internet.
Matthias-Emanuel Thömmes
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