Auch deutschen Teilnehmern von Tauschbörsen könnten schon bald hohe Strafen drohen - zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls das Nachrichtenmagazin "Focus".
Tauschbörsen-Analyse
In der aktuellen Ausgabe analyisert ein Rechtsanwalt die Lage in Deutschland und die Bedrohung für die Nutzer der Tauschbörsen. Laut seiner Meinung dürfte ab der Reform des Urheberrechts, die wohl schon Anfang August in Kraft treten wird, ein hartes Durchgreifen auch in Deutschland möglich sein.
Er rechnet damit, dass in Deutschland ebenfalls Anbieter von Musik über die Tauschbörsen erfasst und anschließend als Exempel vor Gericht gezerrt werden - dort müssen sie dann mit hohen Geldstrafen rechnen.
Übertriebenes Verhalten?
Allerdings werden die kritischen Stimmen der Experten immer lauter. Gerade die Erfolge des Apple Music Stores und weiterer Musikdienste beweisen, dass die Internetgemeinde bereit ist, Songs zu kaufen, wenn die Preise fair und das System gut zu bedienen ist.
Daher fordern viele Experten ein stärkeres Engagement der Musikindustrie im Aufbau von legalen Musiknetzwerken - zumal große Fische in den Tauschbörsen dank vielerlei Tricks zur Verschleierung nur schwer zu fassen sein werden.
Alexander Moritz