Den Tauschbörsen-Nutzern soll es dank der RIAA und der MPAA an den Kragen gehen, mit tausenden von Klagen.
Neue Aktion
Die beiden Organisationen haben angekündigt, ab sofort das Netz nach Nutzern von Filesharing-Diensten zu durchsuchen. Spezielle Programme haben damit begonnen, die IP-Adressen und weitere Daten von Tauschbörsen-Nutzern zu sammeln.
Nach einem US-Urteil müssen die Provider nun die Nutzerdaten von Tauschbörsen-Usern freigeben. Daher möchte RIAA mit den IP-Daten die Namen der Filesharer ermitteln und diese dann wegen der Weitergabe von urheberrechtlich geschützten Songs verklagen - die MPAA plant einen ähnlichen Weg.
Teure Klagen
In den nächsten 8-10 Wochen ist mit einer ersten Klagewelle zu rechnen. Die RIAA hat angekündigt, gegen tausende von Tauschbörsen-Nutzern vorgehen zu wollen. Dabei sollen in den Klagen pro angebotenem Musikstück 150.000 US-Dollar verlangt werden.
Die RIAA umfasst nicht nur amerikanische Musikunternehmen, auch Bertelsmann gehört zu dem Interessenverband. Zwar gilt das US-Urteil nicht für Provider, die allein in Deutschland sitzen, doch in der globalen Welt könnte eine derartige Aktion auch schnell auf Deutschland überschwappen.
Wer sich daher vor der RIAA schützen möchte, der hat mehrere Möglichkeiten. Die RIAA verfolgt nur Leute, die Musikstücke anbieten - wer nur Stücke lädt, dem droht keine Gefahr. Alternativ kann man auch Stealth-Programme nutzen - oder das Tauschen von Musikstücken und Filmen einstellen.