Es dümpelt vor sich, das Geschäft mit Microsofts ach so tollen Smartphones. Keiner will sie haben: weder Oranges Kunden noch T-Mobile als Netzbetreiber. Nun überlegt sich auch der Hersteller HTC, keine Smartphones mehr für Microsoft zu produzieren.
Dabei sollte das Microsoft-Betriebssystem Smartphone 2002 die Welt erobern - ausgehend, nein, nicht von Redmond, sondern von England, wo der Handyhersteller Sendo sitzt. Gemeinsam hatte man das Z100 entwickelt: eine Legende, die es nie auf den Markt geschafft hat. Denn plötzlich zerbrach die Liaison zwischen Microsoft und Sendo, kurz darauf produzierte HTC im Auftrag von Microsoft ein Gerät, das dem Z100 ziemlich ähnlich war.
Doch auch der taiwanische Handyhersteller HTC scheint die Lust an den Smartphones verloren zu haben. Bei einer Stückzahl von drei Millionen Microsoft-Geräten arbeite man nicht rentabel. Von Abstürzen des Betriebssystem hörte man immer wieder Kunden klagen, letztlich sei dies auch der Grund für T-Mobile gewesen, die Aufnahme von Microsoft-Handys ins eigene Programm zu verschieben. Ob es Kinderkrankenheiten sind? Oder ob diese, so munkeln Microsoft-Kritiker, nie auswachsen werden?
Peter Giesecke