Rückkanal oder kein Rückkanal? Wer schnelle Daten aus dem All saugen möchte, muss dem Satelliten sagen, welche Daten er zu schicken hat. Bislang hatte Tiscali eine Sat-Angebot, bei der die Antenne den Satelliten direkt anfunken konnte, eine so genannte Zwei-Wege-Lösung.
Nun möchte Tiscali in wenigen Wochen noch eine zweite Variante anbieten, bei der als Rückkanal nicht mehr der Satellit, sondern eine herkömmliche Telefonleitung dient. Das Prinzip kennt man vom skyDSL-Anbieter Strato. Ein entsprechendes Abkommen hat Tiscali mit dem Satellitenbetreiber Eutelsat unterzeichnet.
Hinter dem Unterschied in der Technik verbirgt sich aber mehr: Mit beiden Angeboten für
DSL via Satellit werden unterschiedliche Zielgruppen angesprochen. Zwei-Wege-Satelliten-Verbindungen sind technisch viel aufwändiger und richten sich in erster Linie an Geschäftskunden, während es bei Ein-Wege-Dienste hauptsächlich um zuverlässig schnelle Downloads geht. Hier werden all diejenigen angesprochen, die kein T-DSL bekommen können: Privatkunden.
In Europa leben laut Tiscali rund ein Viertel der Bevölkerung außerhalb der Reichweite terrestrischer Breitband-Infrastrukturen. Dies entspreche einem Potential von etwa 25 Millionen Haushalten für
Internet über Satellit.
Die OPENSKY(-Plattform von Eutelsat ermöglicht Downloads mit einer Geschwindigkeit von bis zu 2 Mbit/s. Zusätzlich bietet OPENSKY( Multimediadienste, die Videostreams im MPEG4-Format oder Multimedia-Pakete direkt auf den PC der Tiscali-Abonnenten liefern. Im Content-Paket von PENSKY( sind sowohl frei empfangbare als auch Bezahl-Dienste enthalten.
Peter Giesecke