EA hat Klage gegen die Indizierung des "ab 16"-Titels C&C Generals eingereicht, da man eine politisch motivierte Indizierung vermutet.
Klage gegen Indizierung
Vor dem Verwaltungsgericht Köln streitet sich Electronic Arts, der Publisher des beliebten Titels C&C Generals, nun mit der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM). EA möchte eine Aufhebung der Indizierung des Titels erreichen.
Besonders kurios ist die Tatsache, dass die freiwillige Selbstkontrolle den Titel nur "ab 16" einstufte - die BPjM meinte hingegen, das Spiel wegen der realistischen Darstellung von Massenvernichtungswaffen indizieren zu müssen.
Chancen?
EA hofft auf das neue Jugendschutzgesetz. Dieses erlaubt keine Indizierung von Spielen, die zuvor von der Selbstkontrolle bereits eingestuft wurden. Allerdings ist fraglich, ob dies nur für Titel mit der Einstufung "ab 18" gilt - dann wäre dieser Teil des Gesetzes auf das Spiel nicht anwendbar.
EA geht es allerdings nicht allein um den materiellen Schaden, man möchte vielmehr der wilden Indizierungspraxis der Prüfstelle einen Riegel vorschieben. Gerade die Konflikte zwischen Deutschland und den USA in der Irak-Frage sieht der Europamanger von EA, Dr. Jens Uwe Intat, als Grund für die Indizierung an - und dies kann keine Begründung für ein Verbot sein.
Alexander Moritz