Freitag, 28.03.2003 20:08

SaferSurf: Schneller surfen per Proxy-Datenkompression (Update)

aus den Bereichen Breitband, ISDN/Analog
Test von onlinekosten.de
onlinekosten.de hat den Zugang getestet, um zu erfahren, was wirklich dahintersteckt. Tatsächlich war der ISDN-Zugang schneller - insbesondere Internetseite bauten sich merklich rascher auf. Dieses Ergebnis hat der Test eindeutig ergeben. Allerdings werden bestimmte Dateien, z.B. mit den Endungen EXE, JPG oder ZIP, nicht bzw. im Falle von ZIP und JPG nicht noch einmal vom Proxy komprimiert, da diese schon gepackt sind.

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Wer also flottere Treiberdownloads oder Ähnliches erwartet, wird leider enttäuscht, denn diese erfolgen in der Regel mit den üblichen 7-8 KB/s (je nach Leistungsfähigkeit des Servers). Der inhaltsbezogene Filter komprimiert also nur solche Dateien, bei denen durch eine Komprimierung ein Geschwindigkeitsgewinn zu erzielen ist.

Ob die Kompression einwandfrei funktioniert, haben wir anhand einer nur mit dem Buchstaben 'a' gefüllten Textdatei geprüft. Insgesamt 5.242.880 Buchstaben, also genau 5 Megabyte, sind über den Proxy-Server auf 5 KB reduziert worden. Was mit einem normalen ISDN-Zugang ohne Komprimierung also mehrere Minuten gedauert hätte, ging mit dem Kompressionsdienst innerhalb weniger als einer Sekunde über die Bühne. Das heißt jedoch nicht, dass das mit jeder Datei so funktioniert - unser Beispiel ist nur zur Verdeutlichung gedacht.

Der Test mit einem Zugang per DSL (T-DSL 768) verlief gleichermaßen gut. Allerdings ist hier der Geschwindigkeitsunterschied nicht derart auffallend - dies rührt wahrscheinlich daher, dass DSL-User ohnehin schon von hohen Downloadraten verwöhnt sind. Fraglich ist auch, ob sich ein auf 300 MB beschränkter Zugang für breitbandige Kunden überhaupt lohnt - denn diese haben meistens eine Flatrate und möchten nicht noch zusätzlichen Transfer bezahlen müssen.

Update:
Beachten muss man allerdings, dass Dateien, die nicht noch einmal vom Proxy komprimiert werden, trotzdem vom noch vorhandenen Transfervolumen abgezogen werden. Beim Trafficvebrauch werden dem Kunden außerdem die Daten berechnet, die von einem Server im Internet an den Proxy-Server gehen und dazu noch die komprimierten Daten vom Proxy zum Anschluss des Kunden.
Tobias Capangil
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