Kein Geld für die wartenden Kunden, aber immer noch genug in der Kasse für markige Anwaltsschreiben – die dubiose Doppelmoral des MMCCR-Chefs Christoph R.
MMCCR – hunderte von Kunden warten noch immer auf ihr Geld, insgesamt weit über 100.000 Euro. Wer sich still verhält und auf das Gute im R. vertraut, hat nichts zu befürchten – außer, sein Geld unter Umständen nie wieder zu sehen. Doch wer sich allzu vehement für die Rückzahlung einsetzt, gegen den werden harte Geschütze aufgefahren.
Christoph R.: Anzeigen gegen die wartenden Kunden...
Einige geneppte Kunden, sie haben jetzt den doppelten Schaden. Zum finanziellen liefert R. ihnen jetzt auch noch den juristischen frei Haus. So etwa Frank H.: Vor mehreren Monaten hatte der Informatiker im Namen seiner Lebensgefährtin bei MMCCR einen Rechner bestellt - und nie bekommen. Zusammen mit onlinekosten.de und Akte03 fuhr er nach Freilassing zum Firmensitz. Im Gepäck den wirksamen Vollstreckungsbescheid seiner Lebensgefährtin und eine Vollmacht, die ihn ermächtigte, das ausstehende Geld bei R. für sie abzuholen. Erst nach rüden Rangeleien im Firmensitz und Verhandlungen mit der herbeigerufenen Polizei war R. bereit, die überwiesenen 200 Euro auszuzahlen.
Die Freude übers zurückgeholte Geld währte nur kurz. Wenig später lag die erste Anzeige in Hs. Briefkasten. Darin: Hausfriedensbruch, Beleidigung, Nötigung. Das Komplett-Programm - frei Haus vom MMCCR-Firmen-Anwalt Dr. Hubert S. aus B. Wenig später erhielt H. dann auch noch die Unterlassungserklärung; bei Nichtunterschreiben drohte S. mit prozessualen Maßnahmen. Kostennote für das Ganze: satte 455 Euro.