Blogs sind eine feine Sache. Millionen von Anwendern sitzen vor ihren Tastaturen und lassen ihre Finger über sie gleiten. Sie schreiben, was sie gerade denken, fühlen und können so ihr Mitteilungsbedürfnis stillen. Der Alltag wird bewältigt, da er neu aufgerollt wird. Geteilt mit anderen, denn Besuch ist dank immer ausgefeilteren Suchmaschinen garantiert, da das moderne Tagebuch mit Links und Seitenbeschreibungen garniert wird.
Wer will noch auf den Zug aufspringen?
Die Tatsache, dass die Menschen, die sich selbstbewusst 'Blogger' nennen, kein festes Profil haben und sich somit Jugendliche und Alte, Bauarbeiter und Rechtsanwälte und andere Gruppen die Hand reichen können, ist ein idealer Grundstein für eine Community. Man lernt Menschen mit ihrer Denkweise kennen, wissbegierig, wie man ist; studiert andere und lernt selbst dazu. Kein Wunder, dass
Google sich Blogger.com unter den Nagel riss.
Tagebücher sind eine private Angelegenheit, die hier durch die Anonymität des Internets immer noch privat bleibt, aber nicht mehr kaschiert wird. Irak-Krieg, Liebesgeschichten und Rock'n'Roll. Barbie-Puppen, Kochtipps und Depressionen. Links, die man nicht mehr sucht, sondern empfohlen bekommt. Somit wird zumindest Google bei einer geschickten Integration nicht mehr nur reine Texte, sondern auch Menschen finden. Ansonsten läuft es bei Blogger.com weiter, wie gehabt.
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