Aufs Knöpfchen drücken und lostelefonieren – zwar immer nur einer gleichzeitig, aber dafür mit einer Verbindung in Rekordgeschwindigkeit. Dies bietet die Push-to-Talk-Technologie fürs Handy, die an Walkie-Talkies angelehnt ist, aber deren Entfernungsproblematiken beseitigen soll.
Im Profi-Bereich wird Push-to-Talk schon seit 10 Jahren eingesetzt, nun wollen es Ericcson, Nokia und Siemens auch für den Privatgebrauch auf den Markt bringen. Dazu haben die großen drei Handyhersteller eine Zusammenarbeit für einen Standard im GSM-Netz für Push-to-Talk vereinbart.
Sprechen statt E-Mail
Die Verbindung zweier Teilnehmer geschieht dabei über eine eindeutige IP-Adresse und mittels
GRPS. Mit einem Knopfdruck soll die Stimme des "Anrufenden" auf einem vordefinierten zweiten Handy sofort zu hören sein. Sprechen kann dabei wie bei herkömmlichen Funkgeräten allerdings immer nur einer. Die Aufrüstung der bestehenden Mobilfunknetze soll zwar nötig, aber relativ einfach sein.
AT&t Wireless zumindest will die neue Technologie noch in diesem Jahr einem Feldtest unterziehen. Bis die ersten Geräte allerdings im Handel sind, dürfte es noch bis 2004 dauern. Und auch über die Zielgruppe ist man sich noch nicht ganz einig: Ansprechen könnte die Technologie sowohl Businessmenschen, die sich schnell untereinander absprechen müssen als auch Freundeskreise und Familien.