Mit einer 0190er-Nummer waren die Macher von warenabverkauf.de Ende letzten Jahres auf Kundenfang gegangen. Die Masche: Sie boten Hightech-Ware zu Tiefstpreisen an, die angeblich aus aufgelösten Firmenbeständen kam. Die Bestellung selbst konnte nur über eine 0190er-Hotline erfolgen. Bis heute ist nicht ein einziger Kunde bekannt, der auf seinen teuren Anruf hin auch die versprochene Ware bekam.
Im Impressum von warenarverkauf.de tauchte damals ein gewisser Marco Z. aus Berlin als Seiteninhaber auf. Jedoch war er weder per E-Mail noch telefonisch zu erreichen, noch wohnte er unter der angegebenen Adresse. Ein Manuel D. stellte sich als Finanzier für die Seite www.warenabverkauf.de heraus. Nach wie vor beteuert er, „ein reines Gewissen“ zu haben und für Z. nur das Design der Site erstellt zu haben.
0190er Anbieter von warenabverkauf ausfindig gemacht
onlinekosten.de machte jetzt die Firma ausfindig, über deren Hotline die 0190er-Anrufe entgegen genommen wurden. Unternehmenssprecher F. erklärte gegenüber onlinekosten.de:
„Die Sache tut uns sehr leid. Herr Z. kam in E-Mails auf uns zu und schlug uns sein neues Geschäftsmodell www.warenabverkauf.de vor. Für diese Seite sollten wir die telefonische Betreuung übernehmen. Anfangs gingen wir noch fest davon aus, dass Warenabverkauf seine Waren auch ausliefern würde. Als wir gegen Ende nur noch Beschwerden entgegenzunehmen hatten, rieten wir den Kunden von einem Kauf ab und stellten schließlich den Service ein. Insgesamt haben wir rund 100 Anrufe entgegengenommen und an diesem Dienst ca. 400 Euro verdient.“