Auch eine Tauschbörse kann klagen, wie KaZaA mit einer Attacke gegen die Musik- und Filmindustrie beweist.
Klage eingereicht
So blockieren die Verbände laut dem Betreiber von KaZaA (Sharman Networks) die Verhandlungen mit der Industrie. Man habe laut der Firma über verschiedene Vertriebsmodelle mit Labels und Studios diskutieren wollen, die Gespräche wurden jedoch von den Branchenverbänden unterdrückt.
So sollen zwar einige Firmen, nicht jedoch die Gemeinschaft aller Firmen, Interesse bekundet haben. Dafür haben die Vertreter des Firmenverbands die einzelnen Firmen zurückgepfiffen und die Gespräche beendet. Offensichtlich, so Sharman, zielen die Verbände auf die Verdrängung von Konkurrenten ab.
Konkurrenzdruck
Allerdings sind die Firmenabsichten von Shareman Networks relativ dubios. Möglicherweise möchte das Unternehmen jedoch tatsächlich langfristig den Tausch von Musik kommerzialisieren. Und genau damit hätten sowohl die Filmindustrie als auch die Labels ein Problem.
Immerhin existieren bereits mehrere Portale zum Vertrieb von Musik- und Filmtiteln. Mit dem Umbau von KaZaA zu einem derartigen Portal würden die brancheneigenen Dienste unter Druck geraten, denn KaZaA besitzt eine erheblich höhere Popularität - und genau das wollen beide Branchenverbänden verhindern, so der Klagevorwurf.
Alexander Moritz