Bayern hat versucht, in den Bundestag eine Initiative zur Verschärfung des Jugendschutzgesetzes einzubringen. Allerdings ist der Vorschlag Bayerns zunächst abgelehnt worden.
Verbot von Spielen und DVDs
So will das Bundesland die Vermietung von jugendgefährdenden Spielen und DVDs stoppen. Ebenso umfasst der Vorschlag die Abschaffung von Video-Leihautomaten und eine Anhebung der Altersgrenze zum öffentlichen Spielen von Videogames.
Zudem schlägt Bayern in dem Entwurf den Verbot von Militärspielen wie Gotcha und Paintball vor - diese würden nach der Ansicht Bayern das Gewaltpotential der Jugend steigern, immerhin erlernt man bei diesen Spielen das zielgenaue Treffen mit einer Waffe.
Im Bundestag gescheitert
Der Bundestag wollte von dem Vorschlag jedoch nichts wissen, zumal man nach dem Schulmassakers in Erfurt das entsprechende Gesetz von der Regierung bereits verändert wurde. Im kommenden April tritt die schärfere Regelung in Kraft, man möchte zunächst die Auswirkungen der Änderungen abwarten.
Das in Kraft tretende Gesetz erhöht die Kontrollkompetenz der Bundesprüftstelle. So können bald Internetseiten mit jugendgefährdendem Inhalt ebenfalls indiziert werden. Zudem muss eine Überprüfung nicht erst vorgeschlagen werden, jegliche Medien können auch durch eine Eigeninitiative der Prüfstelle verboten werden.
Alexander Moritz