Die neusten CD-Absatzzahlen sehen nicht sonderlich gut aus - nun beginnt das Rätselraten, woran das liegt.
Schlechter Markt
So gingen in den USA laut den Untersuchungen von Nielsen SoundScan im Jahr 2002 9,3% weniger CDs als noch im Jahr 2001 über den Ladentisch. Es wurden lediglich 642,2 Millionen CDs verkauft, 2001 waren es noch 688,2 Millionen Stück.
Und auch weltweit rechnen Branchexperten mit einem weiteren Rückgang für das Jahr 2002, nachdem 2001 das erste Jahr mit rückläufigen Zahlen war. Weltweite Daten liegen jedoch derzeit noch nicht vor.
Schuldzuweisung
Die Musikindustrie übt sich angesichts der Zahlen erneut in Schuldzuweisungen. Und natürlich sind weiterhin die Tauschbörsen der Hauptgrund für den Rückgang. Andere Faktoren wie die Wirtschaftskrise oder die zunehmende Konkurrenz durch DVDs werden kaum berücksichtigt.
Zudem fehlt es laut vielen unabhängigen Branchenkennern derzeit schlichtweg an neuen Hits. Die Musik ist laut diesen Leuten langweiliger und einfallsloser geworden, womit steigende Absatzzahlen kaum möglich erscheinen. Doch diese Argumente stoßen bei der RIAA weiterhin auf taube Ohren - und so geht der Feldzug gegen die Tauschbörsen sicherlich auch in Zukunft weiter.
Alexander Moritz