Immer stärker geht China nach einem Bericht von Amnesty International gegen Nutzer des Internets im eigenen Land vor.
Gesperrte Seite
So sperrt China aus Gründen des "Volksschutzes" viele Seiten, beispielsweise westliche Nachrichtenmagazine aus den USA und England. Und auch Suchmaschinen wie Google sind aus China zeitweise nicht erreichbar, andere Firmen haben sich verpflichtet, keine China-kritischen Artikel auf den eigenen Seiten zu veröffentlichen.
Derzeit filtert China gut 10% der im Netz verfügbaren Seiten über entsprechende Server heraus. Gleichzeitig werden E-Mails und Chats kontrolliert, sodass eine freie Meinungsäußerung nicht möglich ist.
Haftstrafen
Lehnen sich Leute im Internet gegen das System auf, so müssen sie mit Haftstrafen rechnen. Derzeit sitzen einige Internet-Nutzer wegen der Verbreitung ihrer eigenen, anti-chinesischen Meinung für mehrere Jahre im Gefängnis - es soll sogar bereits zu Todesfällen gekommen sein.
Zudem darf China seit 2001 für die Verbreitung von "Staatsgeheimnissen" über digitale Wege die Todesstrafe verhängen - und bekanntlich ist China gegenüber derartigen "Tätern" stets sehr hart.
Die Hoffnung der Demokratisierung und des Gewinns eines Stücks Freiheit in China durch die Nutzung des Internets sind daher nicht erfüllt worden - die chinesische Regierung hat das eigene Internet fest im Griff.
Alexander Moritz