Sonntag, 01.12.2002 11:04

ZISP: Das steckt hinter den alternativen T-DSL Flatrates

aus dem Bereich Breitband

Eine T-DSL-Flatrate von GMX, Schlund & Partner oder gar einem Newcomer wie newdsl.de? An solche Szenarien war bis vor kurzem gar nicht zu denken. Mittlerweile hat der glückliche T-DSL Kunde allerdings die Wahl zwischen über einem Dutzend Anbieter, welche sich nicht nur im Preis, sondern auch in den dahinterstehenden Backbones unterscheiden. Dieser Artikel soll Einblicke in die Realisierung der alternativen T-DSL Flatrates geben und klären, warum zum Beispiel die GMX-DSL-Flatrate von den Problemen der mediaways-Backbone nicht betroffen ist.

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T-DSL ZISP und TICOC-DSL

Vor Line-Sharing, also der Übermittlung von Signalen fremder Anbieter auf fremden Leitungen (zum Beispiel T-ISDN und Q-DSL) war die einzige Lösung eines DSL-Anschluss von einem Fremdanbieter eine separate Telefonbuchse mit eigenem Anschluss - Q-DSL Kunden der ersten Stunde dürften sich an diesen Aufwand noch gut erinnern. Seit geraumer Zeit können Anbieter nun zum Bewältigen der Strecke vom Breitband PoP (Point of Presence) bis zum Kunden nach Hause, das telekomeigene Produkt T-DSL benutzen und müssen damit nicht selbst in eigene Infrastruktur investieren.

Dabei unterscheidet man zwischen Anbietern, die ihre eigene IP-Plattform/Backbone besitzen und solchen, die die Backbone der Telekom mitbenutzen. Zur ersten Gruppe gehören mediaways und Tiscali, welche die Datenströme ihrer Kunden in die eigenen Backbones einspeisen, von wo aus sie die Reise ins WorldWideWeb antreten. Diese Variante nennt sich T-DSL ZISP. Ihr gegenüber steht das Modell, welches zum Beispiel GMX nutzt, da diese keine eigene Backbone betreiben und somit auf die Plattformen der Telekom zurückgreifen müssen. Dieses wiederum nennt sich TICOC DSL.

Nun tritt aber zumindest mediaways nicht als Endkunden-Provider auf, sondern verkauft seine Zugänge an Firmen wie AOL oder die isp service AG, welche die Zugänge wiederum verkauft, zum Beispiel an newdsl.de.
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