Mittwoch, 23.10.2002 15:07

China-Hardware: Kinderarbeit und schlechte Qualität

aus dem Bereich Computer

Derzeit geht in Taiwan die Befürchtung um, dass in China zweitklassige Mainboards von Kindern hergestellt werden.

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Gebrauchte Ware

So hat ein taiwanesischer Hersteller einigen Journalisten eine Begründung dafür geliefert, warum in China Computer-Hardware derart günstig produziert werden kann. Laut den Angaben setzen einige chinesische Hersteller auf gebrauchte Bauelemente.

Tatsächlich wurde in einem Bericht offiziell festgestellt, dass in China alte Computer aus der westlichen Welt verschrotten werden. Die gewonnen Teile könnten tatsächlich zur Produktion neuer Mainboards und Karten genutzt werden - die Qualität bleibt auf der Strecke, da viele Bauelemente nur eine spezifische Lebensdauer besitzen.

Kinderarbeit

Noch schlimmer ist jedoch der Verdacht des taiwanesischen Herstellers, dass an den Fertigungsbändern in China Kinder zu Hungerlöhnen die Mainboards und Karten zusammenbauen. Was in Taiwan von Maschinen und erwachsenen Mitarbeitern ausgeführt wird, das passiert in China durch Kinderhand.

Natürlich kann man diese Angaben nicht bestätigen, doch ein fader Nachgeschmack bleibt - diese Vorwürfe sind zumindest vorstellbar. Kinderarbeit ist in vielen Ländern der dritten Welt leider sehr stark verbreitet - ob dies auch in der Computer-Branche in China der Fall ist, das kann jedoch vorerst nicht geklärt werden.
Alexander Moritz
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