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ARD hält an DVB-T und terrestrischer Übertragung fest

Die ARD stärkt der terrestrischen Übertragung von TV-Inhalten per DVB-T den Rücken. Das digitale Antennen-Fernsehen sei wesentlich für die freie Empfangbarkeit der öffentlich-rechtlichen Sender. Zukünftig soll der Fokus auf mobilem Empfang und Verbreitung von HD-Inhalten liegen.

Internet© Daniel Fleck / Fotolia.com

Fernsehprogramme lassen sich heute auf verschiedenen Wegen empfangen. Sowohl über TV-Kabel, Satellit, IPTV oder terrestrisch per digitalem Antennen-Fernsehen (DVB-T) finden die TV-Signale ihren Weg in die heimischen Wohnzimmer. Die öffentlich-rechtliche ARD will auch zukünftig an DVB-T festhalten, wie sie in einer Richtungsentscheidung am Mittwoch bekanntgab.

Fokus auf mobilem Empfang und HD

Die ARD sieht DVB-T als "wesentlich für die universelle Verfügbarkeit und freie Empfangbarkeit der öffentlich-rechtlichen Rundfunkinhalte" an. Um die terrestrische Übertragung aber fit für die Zukunft zu machen, müsse ein Nachfolgesystem auch für den portablen und mobilen Empfang geeignet sein. Zur Sicherung der Marktfähigkeit müsse die lineare Verbreitung von Inhalten über DVB-T2 zudem auch in HD-Qualität erfolgen können. Nicht lineare Angebote, also Programminhalte, die auf Abruf bereitstehen, könnten dagegen per WLAN oder Mobilfunk verbreitet werden. Ihre Programme wollen die in der ARD zusammengeschlossenen öffentlich-rechtlichen Sender auch künftig unverschlüsselt übertragen.

Die ARD gesteht ein, dass ein Markterfolg der Terrestrik ohne die Verfügbarkeit der privaten Sender nicht gelingen kann. Die privaten Programme seien "zwingend erforderlich". Die öffentlich-rechtliche Sendergruppe beobachte daher gespannt die Positionierung der privaten Rundfunkanbieter zur Zukunft der terrestrischen Übertragung.

Einstieg der ARD in DVB-T2 frühestens ab 2016 möglich

In DVB-T2 könne die ARD frühestens im Zeitraum 2016 bis 2018 einsteigen. Bestehende Verträge für das DVB-T-Sendernetz sowie die bislang in dieses Netz geleisteten Investitionen binden die ARD zunächst noch an das alte System. Der Übergang auf DVB-T2 soll aber auch eine Kostenersparnis bringen. Hinsichtlich des Frequenzbedarfs benötigt die ARD mittel- und langfristig im Vergleich zu DVB-T eine unveränderte Anzahl an Frequenzen. Frequenzänderungen könnten aber 2015 im Rahmen der Weltfunkkonferenz festgelegt werden. Rund ein Drittel der verbliebenen DVB-T Frequenzen soll dann im 700 Megahertz-Band vorrangig dem Mobilfunk zugewiesen werden. Daher müsse sich die ARD bereits aktuell zum mittel- und langfristigen Frequenzbedarf positionieren.

(Jörg Schamberg)

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