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Apple: iPad 4 mit 128 Gigabyte Speicher ab Februar

Im Februar soll das iPad 4 mit 128 Gigabyte Speicherkapazität in den Handel kommen. Es soll 100 Euro mehr kosten als der Vorgänger. Ob es auch ein iPhone und ein iPod Touch mit diesem Speicherrahmen geben wird, ist noch unklar.

Apple© Apple

Apple kann nach dem Kurssturz der vergangenen Wochen positive News gebrauchen. Nun soll ein teureres iPad die Profite stärken. Darüber hinaus sind in US-Blogs Bilder aufgetaucht, die das Aussehen eines günstigeren iPhone-Modells sowie eines kommenden dünneren iPads demonstrieren sollen.

Spekulationen um günstiges iPhone-Modell

Die jahrelangen Spekulationen über ein günstigeres iPhone-Modell sind wieder aufgeflammt - und jetzt sickern Details zu dem angeblichen Gerät durch. Nach Informationen des Apple-Blogs "iLounge" sieht es aus wie eine Mischung aus Apples jüngstem Handymodell iPhone 5 und der aktuellen Generation des Multimedia-Spielers iPod touch.

Demnach soll der Bildschirm mit einer Diagonale von 4 Zoll exakt so groß ausfallen, wie bei den beiden Geräten. Die flache Rückseite besteht laut "ilounge" aus Plastik statt aus Aluminium wie beim iPhone 5. Insgesamt sei das Gerät minimal breiter, länger und dicker als das aktuelle Apple-Handy. "iLounge" illustrierte die Informationen mit einer Fotomontage auf Basis des iPod touch.

Apple macht stets ein großes Geheimnis aus seinen kommenden Geräten und testet zudem auch viele Prototypen, die nicht in die Produktion kommen. Doch trotz aller Bemühungen um Geheimhaltung gelangen auch immer wieder echte "Erlkönig-Bilder" nach außen. So sickerten im Vorfeld der Präsentation des iPhone 5 oder des iPad mini Bilder der echten Geräte ins Netz. Das "iLounge"-Blog und die Website "9to5Mac" veröffentlichten zudem Aufnahmen des angeblichen nächsten iPad-Modells, das demnach dünner und dank einem kleineren Rahmen um den Bildschirm auch schmaler werden soll.

iPad rückt PCs auf die Pelle

Sicher ist dafür eine andere Erweiterung der iPad-Palette. Apple kündigte am Dienstag ein teureres Tablet mit doppelt so viel Speicher an. Damit positioniert Apple seine Tablet-Computer noch stärker als Alternative zum klassischen PC. Das iPad-Modell mit einer Speicherkapazität von 128 Gigabyte (GB) soll am 5. Februar in den Handel kommen.

Der Preis liegt bei 799 Euro für die WLAN-Variante und bei 929 Euro für die WLAN-plus-Mobilfunk-Version. Sie sind damit jeweils 100 Euro teurer als das bisherige Top-Modell mit 64 GB Speicherplatz. Alle anderen Features bleiben gleich: Retina Display mit 9,7 Zoll, HD-Kamera und LTE-Unterstützung mit iOS 6.1. Alle Versionen des 128 GB iPad werden über den Apple Online Store, die Apple Retail Stores und über ausgewählte autorisierte Apple-Händler verfügbar sein, so der Hersteller.

Bereits im Vorfeld hatte es Hinweise auf ein iPad mit erweiterter Speicherkapazität gegeben. Das Blog "9to5Mac" berichtete von entsprechenden Indizien im Programmcode der Betriebssystemversion iOS 6.1 Beta 3. Bisher war das iPad 4 mit 16 GB, 32 GB, und 64 GB erhältlich – weiterer Speicherraum wurde per iCloud angeboten. Filmfans wird die Nachricht über die erhöhte Kapazität besonders freuen, da bewegte Bilder und Ton besonders speicherintensiv sind.

Surface kommt - Apple baut vor

Apple hatte zuletzt im Herbst das iPad-Angebot um das günstigere iPad mini mit kleinerem Bildschirm erweitert. Das Unternehmen nannte bisher keine Absatzzahlen zu den einzelnen iPad-Versionen. Über alle Modelle hinweg verkaufte Apple im vergangenen Quartal 22,9 Millionen der Tablet-Computer. Konzernchef Tim Cook räumte allerdings ein, dass das iPad mini deutlich weniger profitabel sei als andere Apple-Geräte. Das teurere iPad-Modell könnte die Einbußen wieder ausgleichen. Denn die Konkurrenz nimmt zu: Unter anderem startet Microsoft demnächst sein Tablet Surface Pro mit dem neuen Betriebssystem Windows 8.

Über die Arbeit an einem günstigeren iPhone hatten zuletzt auch das "Wall Street Journal" und die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Es wäre vor allem für den Wachstumsmarkt China gedacht, wo billige Smartphones nationaler Marken wie Lenovo, Huawei oder ZTE das Geschäft dominieren. In der Telefonkonferenz nach Vorlage von Apples jüngsten Quartalszahlen gab Konzernchef Tim Cook keine Hinweise auf ein günstigeres Handy-Modell und betonte, dass Apple nicht Marktanteilen hinterherjagen wolle. Zugleich hob er aber auch China als besonders wichtigen Markt hervor. Apple hatte im jüngsten Quartal 7,3 Milliarden US-Dollar Umsatz in China erzielt, das entspricht 13 Prozent der weltweiten Erlöse.

(Dorothee Monreal)

Quelle: DPA

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