Security

Apple bringt iOS 6, aktualisiert OS X und MacBooks

Am Donnerstag hat Apple verschiedene Sicherheit-Updates für die Betriebssysteme OS X Lion und Snow Leopard sowie den Browser Safari, Firmware-Aktualisierungen für mehrere MacBooks und das neue mobile Betriebssystem iOS 6 veröffentlicht, das insgesamt 200 Neuerungen verspricht.

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Wer über ein aktuelles iPhone, einen iPod touch oder ein iPad verfügt, dem dürfte am Donnerstag der Hinweis auf eine neue Betriebssystem-Version aufgefallen sein: Das für den Herbst versprochene iOS 6 mit laut Apple etwa 200 Neuerungen ist da. Außerdem hat der Anbieter aus dem kalifornischen Cupertino Updates für Mac OS X Lion, Snow Leopard und den Browser Safari sowie Firmware-Aktualisierungen für mehrere MacBooks auf den Weg gebracht.

Viele kleine Änderungen mit iOS 6

Zu den größten Änderungen zählen die neue Vektor-basierte Karten-App mit Bewertungen der Plattform Yelp und Echtzeit-Verkehrsinformationen, die Google Maps ablöst, und ein verbesserter Sprachassistent. Siri kann nun das Posten bei Twitter oder Facebook übernehmen, Apps starten, bringt die Lokale Suche nach Deutschland und kennt sich besser im Sport und mit Kinofilmen aus. Tische in Restaurants reservieren oder das Kinoprogramm anzeigen kann der Dienst hierzulande aber nicht. Auf dem neuen iPad, dem Apple bislang nur eine Diktierfunktion bescherte, ist Siri mit dem Update erstmalig nutzbar, nicht aber auf dem iPad 2. Neu hinzugekommen sind in iOS 6 unter anderem eine Facebook-Integration, ein Nicht-Stören-Modus für Anrufe und Benachrichtigungen sowie Passbook, eine Sammelstelle für Zugangskarten wie Bordkarten und Kinotickets.

YouTube gelöscht, Uhrenfunktionen hinzugefügt

Wir haben kurz in das neue Mobilsystem auf dem neuen iPad (Test) reingeschaut. Was direkt auffällt ist, dass Apple eine Uhren-App inklusive Weltuhr von Yahoo, Wecker, Stoppuhr und Timer hinzugefügt und die YouTube-App entfernt hat. Zwar steht bereits eine eigenständige Anwendung von Google bereit, über den App Store des iPads konnten wir sie jedoch noch nicht auffinden. Der Grund: In Deutschland wurde die App noch nicht veröffentlicht. Den App Store hat Apple an verschiedenen Punkten überarbeitet. So lassen sich installierte Apps jetzt ohne Passwort-Eingabe aktualisieren und Suchergebnisse werden in einer neuen, großzügigeren Detailansicht angezeigt. Wer häufig Inhalte teilt, darf sich über neue Verknüpfungspunkte im App Store und in Safari freuen, während das E-Mail-Programm einen VIP-Ordner für Nachrichten wichtiger Personen erhalten hat.

Eine Liste mit den Änderungen findet sich in Apples Support-Bereich auf der Website. Das Update auf iOS 6 für das iPhone 3GS, iPhone 4, iPhone 4S, den iPod touch der vierten Generation sowie das iPad 2 und das neue iPad kann ab sofort direkt über das jeweilige Gerät oder iTunes heruntergeladen werden. Zuvor empfiehlt es sich, ein Backup anzulegen.

Weiter auf Seite 2: Updates für Mac und Firmware-Updates für MacBook-Modelle.

Die Sicherheit-Updates OS X Mountain Lion Version 10.8.2, OS X Lion Version 10.7.5 und das Update 2012-004 für Snow Leopard schließen verschiedene Schwachstellen, über die Angreifer schlimmstenfalls einen Denial of Service oder Programmabsturz verursachen und teilweise sogar Schadcode einschleusen und ausführen können. Hierzu reicht es beispielsweise aus, wenn der Anwender ein speziell präpariertes Bild oder aber Video öffnet. In dem Zuge hat Apple auch Quicktime aktualisiert.

Verschiedene Lücken und Bugs behoben

Auch das Offenlegen von Passwörtern anderer Benutzer wäre möglich. In Safari wurden gleichermaßen teils kritische Lücken geschlossen, über die Internetnutzer beim Besuch schadhafter Webseiten ein Türchen für potentielle Angreifer öffnen können. Optimiert wurden zudem iPhoto für Mac, die iCloud-Steuerung für Windows und Aperture.

Problembewältigung für MacBooks

Zeitgleich hat Apple Firmware-Updates für verschiedene MacBook-Modelle veröffentlicht. Das MacBook Pro dieses Jahres wird von einem Problem befreit, das bei starker Prozessorauslastung aufgetreten sei, und das MacBook Air kann nun auch unter Boot Camp auf den TurboBoost des Intel Core-i-Prozessors zugreifen. Ein neues Feature erhält das MacBook Air aus dem Jahr 2010: Nach dem Update kann es die Funktion Power Nap nutzen, die während des Ruhezustand Software-Updates einspielen oder Backups anfertigen kann.

Detaillierte Informationen zu den einzelnen Updates, behobenen Problemen und neuen Funktionen sind über die Webseite mit den Support Downloads abrufbar.

(Saskia Brintrup)

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