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AMD Roadmaps: Ultradünne Laptops ab 500 Dollar

Auf dem Finanzanalystentag legte AMD die Fahrpläne für 2012 und 2013 für CPUs mit und ohne integrierte Grafik offen: Der Hersteller will neben Desktops und Notebooks in der Größenordnung der Ultrabooks auch Tablet-PCs versorgen.

Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Auf dem jährlich stattfindenden Finanzanalystentag hat AMD mit neuen Codenamen um sich geworfen und die Roadmaps für das laufende und das kommende Jahr offengelegt. Im Zentrum stehen SoC-Systeme (System on a Chip), auch "ultradünne" Laptops und Tablet PCs will der US-amerikanische Chip-Hersteller mit seinen Produkten bestückt sehen.

Sparsame Chips für die Einsteigerklasse

Die Prozessoren und APUs (Accelerated Processing Unit), CPUs mit integrierter Grafikeinheit, die in diesem und im kommenden Jahr auf den Markt kommen, richtet AMD auf einen geringen Energieverbrauch, Cloud-Anwendungen und Wachstumsmärkte aus. Wie aus der im AMB Blog veröffentlichen Client-Roadmap hervorgeht, nennen sich die Einstiegs- und Mainstream-Plattformen der zweiten Generation Brazos 2.0 und Trinity und sind für den Einsatz in Notebooks und Desktop-Computern gedacht. Wie die erste Brazos-Generation wird auch der Nachfolger kleine, günstige Laptops beziehungsweise Netbooks, schwächere All-in-One-PCs und Nettops beisteuern. Die C- und A-Serien mit zwei Bobcat-Kernen unterstützen sowohl USB 3.0 als auch Turbocore zur Taktsteigerung. Der Marktstart der sparsamen Chips mit 9 bis 18 Watt Thermal Design Power (TDP) soll noch in der ersten Jahreshälfte erfolgen.

Tablet-Prozessoren

Speziell für Tablets ist Hondo, ebenfalls eine APU, vorgesehen. Mit einer TDP von maximal 4,5 Watt, Bobcat-Architektur mit ein bis zwei Kernen und DirectX-11-Grafik sind die Z-Serie-Chips für die zweite Hälfte des laufenden Jahres geplant. 2013 wird Bobcat von Jaguar abgelöst, die entsprechenden Low-Power-APUs nennt AMD Kabini und Tamesh. Sie werden AMDs erste SoC-Prozessoren sein und im 28-Nanometer-Prozess gefertigt.

Konkurrenz für Intels Ultrabooks?

Der Llano-Nachfolger Trinity mit 35 Watt TDP folgt zur Jahresmitte und setzt auf zwei bis vier Piledriver-Kerne und eine integrierte DirectX-11-Grafik. Gegenüber den Llano-APUs verspricht AMD mit den APUs der A-Serie bis zu 50 Prozent mehr Rechenleistung und längere Akkulaufzeiten. Als Gegenentwurf zu Intels besonders sparsamen Core-i-Prozessoren in Ultrabooks wird der Hersteller die Trinity-Chips auch in "Low Voltage"-Varianten anbieten, um ebenfalls extradünne Notebooks bestücken zu können. Die TDP sinkt je nach Modell auf 17 bis 25 Watt. Wie "PC Perspective" berichtet, plant AMD Einstiegspreise ab 500 US-Dollar (etwa 380 Euro), womit die Laptops deutlich günstiger wären als ein Ultrabook mit Intel Prozessor. AMD zeigte dem Magazin zufolge auch ein Referenz-Design: Ein 18 Millimeter flaches Notebook von Compal zu einer Preisspanne zwischen 600 und 800 US-Dollar.

2013 folgen Kaveri-APUs mit Streamroller-Kernen, die die dritte Generation der Prozessor-Grafik-Kombis bilden und die Strukturbreite von 32 auf 28 Nanometer verkleinern. Darüber hinaus führt AMD dann die "Heterogeneous Systems Architecture" (HSA), einen offenen Standard, ein, der das Programmieren von Grafik-beschleunigten Anwendungen erleichtern soll.

8-Kern-Prozessoren

Im Desktop-Bereich starten in diesem Jahr die Vishera-CPUs mit bis zu acht Piledriver-Kernen ohne Grafikeinheit. Auch 2013 verlässt sich AMD auf die 32-Nanometer-CPUs, hat aber Verbesserungen gegenüber den ersten Modellen eingeplant. Die gesamte Roadmap steht auf der AMD-Website zum Download bereit.

Insgesamt sieht AMDs Strategie vor, die eigene Produktpalette stärker an der Nachfrage der Kunden zu orientieren, trend-bezogener zu arbeiten und die Chips schneller auf den Markt zu bringen. Deshalb verlässt sich das Unternehmen eigenen Angaben zufolge auf bestehende Infrastrukturen, anstatt mit neuen Plattformen ein Risiko einzugehen.

(Saskia Brintrup)

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