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Amazon: Kindle Fire und Kindle Fire HD nun erhältlich

Amazon hat in Deutschland mit der Auslieferung von Kindle Fire und Kindle Fire HD begonnen. Beide Tablets können zudem ab sofort ohne Wartezeit geordert werden.

Amazon© Amazon

In den Bestseller-Listen rangieren Kindle Fire und Kindle Fire HD zwar bereits seit Wochen auf prominenten Plätzen, tatsächlich verfügbar waren die 7-Zoll-Tablets in Deutschland bisher aber noch nicht. Seit wenigen Stunden hat das Warten der Kunden ein Ende: Amazon hat mit der Auslieferung der Flachrechner nach Reihenfolge der bisher eingegangenen Bestellungen begonnen. Wer erst jetzt ordert, soll sein Gerät im Rahmen der üblichen Versandzeiten erhalten – Wartezeiten werden derzeit nicht angezeigt. Verkauft werden beide Modelle zudem über verschiedene Partner im deutschen Einzelhandel, darunter ElectronicPartner (EP), Medimax und Gravis.

Kindle Fire ab 159 Euro - mit Werbung

Das günstigere Kindle Fire mit einer Display-Auflösung von 1024x600 Pixeln, 1,2-Gigahertz-CPU, 1 Gigabyte (GB) RAM, WLAN-Modul und 8 GB Speicherplatz ist für 159 Euro zu haben – dann allerdings nur inklusive sogenannter "Spezialangebote". Was zunächst nach Mehrwert klingt, bezeichnet schlicht und einfach Werbeeinblendungen auf dem Sperrbildschirm. Dafür kann der Käufer das Gerät um 15 Euro günstiger erwerben. Ein Kindle Fire ohne integrierte Produktbespaßung kostet dementsprechend 174 Euro. Wer seine Aversion gegen die eingebaute Reklametafel erst verzögert entdeckt, kann aber auch später noch die Abschaltung über den Amazon-Kundenservice beantragen, gleichwohl verlangt der Online-Händler den Rabattbetrag in diesem Fall natürlich wieder zurück.

Das gleiche Prinzip gilt beim Kindle Fire HD. Hier beginnt die Preisskala bei 199 Euro für das subventionierte Modell mit 16 GB Speicher beziehungsweise 249 Euro für die Variante mit 32 GB und endet bei 214 respektive 264 Euro ohne Marketing-Bonus. Die weitere Ausstattung der leistungsstärkeren Ausführungen beinhaltet unter anderem ein HD-Display mit 1280x800 Pixeln, eine Dual-Core-CPU mit 1,2 GHz Taktrate und GPU, Dualband-WLAN sowie Dolby-Lautsprecher.

Fire-Tablets laufen mit modifizierter Android-Version

In Sachen Betriebssystem setzt Amazon bei allen Tablets auf eine modifizierte Android-Version. Konkret bedeutet das, dass zwar unter der Haube die Google-Lösung den Ton angibt, die Bedienungsoberfläche aber völlig anders gestaltet wurde. Auch der Google Play Store lässt sich daher nicht nutzen – Anwendungen müssen über den Amazon App-Shop bezogen werden, der zumindest derzeit nicht mit dem Google-Pendant konkurrieren kann. Kurzum: Wie bei den E-Book-Readern will Amazon auch die Tablet-Nutzer möglichst eng an hauseigene Angebote binden. Nur so verdient das Unternehmen Geld - die Hardware selbst bringt kaum etwas ein.

Nicht allen Käufern ist das offenbar klar: Einige der ersten Rezensionen für das Kindle Fire HD zeugen davon. Wer nicht auf Google pur verzichten kann, sollte daher zum Nexus 7 greifen. Der beleuchtete Kindle Paperwhite kann übrigens weiterhin nur reserviert werden – inklusive steigender Wartezeiten. Als Weihnachtsgeschenk eignet sich der E-Ink-Reader daher nur noch bedingt: Derzeit ausgewiesener Liefertermin ist die Woche nach dem 17. Dezember.

(Christian Wolf)

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