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Acer holt die Computex-Neuheiten nach Berlin

Wer im Juni auf der Messe in Taiwan gewesen ist, konnte die Windows-8-Tablets mit Tastatur-Dock oder Ständer und die sehr dünnen Full-HD-Ultrabooks von Acer bereits begutachten. Nun stellt sie der Hersteller in Berlin aus und nennt außerdem die Preise.

Arbeitsplatz© Brad / Fotolia.com

Auf der Computex, die Anfang Juni stattfand, zeigte Acer seine neuen Tablet-PCs und Touch-Ultrabooks zum ersten Mal, auf der IFA in Berlin sind die beiden Windows-8-Geräte nun in Deutschland zu sehen und haben ein Preisschild erhalten. Hinzu kommen Touch-Varianten bereits eingeführter Laptops.

Windows-8-Tablets ab 599 Euro

Wie wir bereits zur Messe in Taiwan berichteten, hat Acer Windows-Tablet-PCs in zwei Größen entwickelt. Das Iconia W510/W511 für 599 bis 699 Euro verfügt über einen 10,1 Zoll großem Touchscreen und ist an eine Tastatur andockbar, die die Akkulaufzeit auf bis zu 16 Stunden ausdehnt. Zusätzlich zur Nutzung als 8,8 Millimeter (mm) dünnes und 600 Gramm leichtes Tablet oder aber ausdauerndes Notebook sieht der Hersteller einen Präsentationsmodus vor, was nichts anderes bedeutet, als dass der HD-Bildschirm um bis zu 295 Grad geneigt und schlussendlich wie ein digitaler Bilderrahmen gehalten wird. Unter der Haube finden sich ein Intel Atom-Prozessor, 64 Gigabyte (GB) Speicherplatz, Bluetooth und WLAN ein. Optional soll auch ein 3G-Modell für einen mobilen Internetzugang verfügbar sein. Eine 8-Megapixel-Kamera, eine 2-Megapixel-Webcam, Micro-HDMI und Micro-USB machen die Ausstattung komplett.

Das Iconia W700 mit 11,6 Zoll großem Full-HD-Touchscreen ist ebenfalls mit einem Dock kombinierbar, das aber keine Tastatur, sondern wie bei einem Notebook weitere Schnittstellen wie einen Kartenleser hinzufügt und das Display in eine angenehme Arbeitsposition bringt. Doch auch am Tablet selbst sind ein USB-3.0-Port in regulärer Größe und zudem Micro-HDMI angebracht. Das W700 richtet sich damit an Business-Nutzer, ist mit einem stärkeren Intel Core-i3- oder i5-Prozessor bestückt und schlägt mit 699 bis 899 Euro zu Buche. Je nach Ausführung offeriert das Tablet 32 oder 64 GB Speicherplatz, die beiden Kameras sind mit 5 und 1,3 Megapixel schwächer als beim kleineren Modell.

Neue Edel-Ultrabooks bringt die Aspire S7-Serie hervor. Der Deckel des 13,3-Zoll-Exemplars besteht aus kratzfestem Glas, während die 11,6-Zoll-Version ein besonders flaches Aluminium-Gehäuse verwendet, das aus einem Stück gefertigt wurde – ein klarer Blickfang. Als wir das Gerät kurz ausprobieren konnten, fiel die matte Gehäuseoberfläche positiv auf, das größere Ultrabook erfordert mit der spiegelglatten, weißen Oberseite schon mehr Putzaufwand. Auch die Displays sind glänzend, denn der Hersteller hat sich angesichts von Windows 8 für Touchscreens zur 10-Finger-Bedienung entschieden, jeweils mit Full-HD-Auflösung von 1.920x1.080 Bildpunkten. Zum Schutz sind die Bildschirme mit Cornings Gorilla-Glas der zweiten Generation versehen. Da IPS-Panel verbaut werden, sind große Blickwinkel von 178 Grad möglich.

Premium-Ultrabooks im hübschen Design

Das größere S7 soll bis zu sechs Stunden laufen, bevor es wieder an die Steckdose muss. Optional ist ein Zusatzakku erhältlich, der die Laufzeit verdoppelt. Genau wie das MacBook Air von Apple, dessen kleinere Ausführung mit einer kürzeren Laufzeit auskommt, erreicht auch Acers 11-Zöller nur mit einem zweiten Akku die angegebenen neun Stunden, macht also früher schlapp als das Schwestergerät. Die Tastaturen sind beleuchtet, wobei die Intensität an die Lichtverhältnisse angepasst wird.

Zu den Eckdaten zählen ein Core-i5- oder i7-Prozessor mit Intel HD 4000 Grafik sowie bis zu 256 GB SSD-Speicher, eine Grafikkarte oder mehr als 4 GB RAM sieht das Datenblatt hingegen nicht vor, was angesichts des Formfaktors nicht verwunderlich ist. So sind in die nur knapp 12 mm hohen und maximal 1,3 kg leichten Ultrabooks zwar zwei USB-3.0-Ports und HDMI integriert, einen LAN-Port konnten wir beim kleinen S7 aber nicht entdecken. Offenbar springt hier ein USB-Dongle ein. Die Preise werden bei 1.199 bis 1.699 Euro liegen.

Weitere Touchscreen-Notebooks

Auch die starke Aspire M-Serie mit Nvidia GeForce GT 640M Grafikkarte erhält zur Vorbereitung auf Windows 8 einen Touchscreen. Die 22 mm hohen Geräte mit 15,6-Zoll-Display fallen trotz 2,3 kg Gewicht in die Ultrabook-Kategorie und sind daher mit einem aktuellen Intel Core-i-Prozessor ausgerüstet und versprechen, binnen 1,5 Sekunden aus dem Schlafmodus zu erwachen. Ein vollständig aufgeladener Akku soll für einen Arbeitstag ausreichen. Die Serie wird ab 599 Euro zu haben sein.

Die Aspire V5-Reihe bekommt ebenfalls einen Touchscreen, ist aber minimal zu dick, um noch als Ultrabook durchzugehen. Das 14-Zoll-Modell bringt bei 21 mm Höhe 2,1 kg auf die Waage, beim 15,6-Zöller steigen Maße und Gewicht auf 23 mm beziehungsweise 2,4 kg. Anders als in den meisten Ultrabooks ist daher noch Platz für ein Laufwerk vorhanden. Rechen- und Grafikleistung stellen ein Intel Core-Prozessor und eine Nvidia-Grafikkarte bereit. Des Weiteren spendieren die Laptops USB 3.0 und eine Tastaturbeleuchtung. Der Einstiegspreis: 699 Euro.

Alle Windows-8-Rechner sollen laut Acer entweder direkt zum Launch des neuen Betriebssystems von Microsoft oder kurz danach erscheinen.

(Saskia Brintrup)

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