Folgekosten

Navigationsgeräte: Kosten für Updates beachten

Mobile Navigationsgeräte sind mittlerweile für jeden erschwinglich geworden und schon für unter 100 Euro erhältlich. Doch mit dem Anschaffungspreis hat sich das Kapitel der Kosten noch nicht geschlossen: Spätestens wenn das Kartenmaterial ein Update erhalten soll, kommen Folgekosten auf den Anwender zu.

Auto-Navi© Igor Mojzes / Fotolia.com

Einige Hersteller von Navigationssystemen agieren nach dem Drucker-Prinzip "günstiges Gerät, teure Patronen", andere bieten faire Konditionen für Karten-Updates. Prinzipiell Vorsicht geboten ist etwa bei vermeintlichen Schnäppchen-Navis. Oftmals sind die Karten bereits beim Kauf veraltet. Wer sich dann um ein Update bemüht, erlebt bei Beträgen, die mitunter den eigentlichen Gerätewert übersteigen können, schnell eine böse Überraschung.Daher gilt: Besser vorher über die Preise der verschiedenen Anbieter informieren.

Darf's ein bisschen mehr sein? Einzel-Paket oder Update-Abo

Als kleinster gemeinsamer Nenner für den Preisvergleich der Karten-Updates dient Material für die Europa-Region, da diese bei den meisten Modellen mittlerweile standardmäßig vorinstalliert ist. Nach dem Kauf eines neuen Gerätes gilt dabei in der Regel eine Aktualitätsgarantie: Wird vor Ablauf einer bestimmten Frist eine neue Kartenversion veröffentlicht, kann diese kostenlos heruntergeladen werden. Für spätere Aktualisierungen bieten die meisten Unternehmen bequeme Abo-Modelle an, bei denen gegen einmalige Zahlung eines bestimmten Betrages für einen vordefinierten Zeitraum bis zu viermal im Jahr neue Karten bereitgestellt werden. Alternativ stehen in der Regel aber auch etwas günstigere Einmal-Updates zur Verfügung.

Sparoptionen, Sonderpreise und Mietkarten

Einige Hersteller bieten darüber hinaus spezielle Sparoptionen, mit denen aktuelles Kartenmaterial innerhalb der ersten Wochen nach dem Kauf beziehungsweise der Inbetriebnahme eines neuen Gerätes zu Sonderpreisen erhältlich ist. Ganz ohne Stress und Zusatzkosten geht es allerdings auch: So ist bei Garmin-Geräten mit dem Namenszusatz "LMT" generell ein Abo für lebenslange Karten-Updates im Lieferumfang inbegriffen. Auch Becker, Falk und Medion haben Modelle mit kostenloser Abo-Flatrate im Programm. Eine weitere Besonderheit bietet der taiwanesische Hersteller Mio: Neue Karten können hier nicht nur gekauft, sondern ebenfalls bis zu 30 Tage vorübergehend gemietet werden - etwa für Urlaubsreisen.

Vor dem Kauf lohnt ein Preisvergleich

Für einige Marken werden Karten-Updates zudem ebenfalls im Einzelhandel vertrieben - und das in der Regel erheblich günstiger als auf den Hersteller-Homepages. Wer etwa ein Garmin-, Navigon- oder TomTom-Gerät sein Eigen nennt, findet mühelos Angebote mit deutlichen Rabatten. Meist werden dabei Berechtigungscodes offeriert, mit denen die entsprechenden Karten-Abos freigeschaltet werden können. Vor dem Kauf sollten die zugehörigen Produktbeschreibungen allerdings in jedem Fall genau gelesen werden, um Kompatibilitätsprobleme auszuschließen.

Hinweis: Blitzerwarner für das Navigationssystem

Das Angebot an Zusatz-Software für die gängigen Routenführer ist immens. Zu den zahlreichen Extras, die sich gegen Aufpreis hinzubuchen lassen, zählt mittlerweile bei allen Herstellern auch ein Radarwarner-Paket. Doch hier ist Vorsicht geboten: Zwar sind Kauf und Ausstattung von Geräten mit einem solchen Feature erlaubt, die Nutzung der Warnfunktion während der Fahrt jedoch nicht.

Selbst die Navi-Hersteller weisen in der Regel im Kleingedruckten darauf hin, dass die Nutzung ihrer Blitzerwarner in Deutschland und mehreren anderen Ländern nicht gestattet ist. So heißt es etwa bei Navigon: "Die Installation oder die Nutzung dieser Datenbank stellt in einigen europäischen Ländern eine Ordnungswidrigkeit dar. Bitte erkundigen Sie sich vor Erwerb und Installation der Datenbank über die Rechtslage und mögliche Rechtsfolgen im jeweiligen Land der Nutzung. Die Navigon AG übernimmt keine Haftung für die Rechtmäßigkeit der Installation bzw. Nutzung dieser Datenbank."

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