Musikflatrates

Musikflatrates im Vergleich: Musik aus dem Internet per Streaming oder Download

Für den Internetzugang kennen wir sie schon lange: die Flatrate. Auch Musikfans kommen so auf ihre Kosten. Der Online-Musikmarkt wächst und es haben sich einige Portale herausgebildet, die Musikflatrate-Dienste und Musik-Streaming zum monatlichen Festpreis anbieten. Wir haben die Anbieter Deezer, Napster, Juke und Spotify verglichen.

Musik© Pavel Ignatov / Fotolia.com

Musikflatrate als Download oder Stream

Wie eine DSL-Flatrate tritt die Musikflatrate als Pauschaltarif für den Zugang auf. Das heißt, die Kunden können die Inhalte nur mieten. So können sie zwar unbegrenzt Musik online über den Browser hören, in Playlisten zusammenstellen und die Titel größtenteils auch über ihr Smartphone, iPhone oder ihren iPod erreichen, das Brennen von CDs ist aber nicht möglich. Wer ausgewählte Tracks aus seiner Playlist dauerhaft besitzen möchte, kommt dann nicht umhin, diese zu kaufen. Je nach Anbieter ist das direkt per Mausklick möglich, andere wiederum bieten keine Musik zum Kauf an. Andernfalls erlischt das Zugriffsrecht auf die Musik im Internet, sobald das Musik-Abo gekündigt wird.

Für den Musikgenuss unterwegs per Mobiltelefon empfiehlt sich eine Handy-Internet-Flat, um die Kosten für den anfallenden UMTS/HSPA-Datenverkehr zu deckeln. Alternativ kann die gewünschte Musik auch zuvor zuhause über WLAN auf das Handy geladen werden, um später unterwegs offline darauf zugreifen zu können. Die Voraussetzung ist dann natürlich, dass der Anbieter einen Offline-Modus unterstützt. Fast alle bieten eine solche Funktion. So mögen die aktuell am Markt verfügbaren Musik-Streaming-Flatrates zwar auf den ersten Blick ein sehr ähnliches Angebot liefern, bei genauerem Hinsehen kristallisieren sich jedoch feine Unterschiede heraus. Auch Vernetzungsmöglichkeiten (zum Beispiel mit mit Facebook und Twitter) sind nicht überall zu finden. Darüber hinaus variiert die Audioqualität der Streams, sprich, die Bitrate. In der Regel lassen sich alle Angebote 30 Tage gratis testen, daneben bieten einige der Streaming-Dienste neben einem kostenpflichtigen Abonnement auch eine kostenfreie Variante mit abgespeckter Funktionalität.

Deezer: Katalog mit über 35 Mllionen Titel

Deezer Logo© deezer.com/Gesellschaft Blogmusik

Seit dem 15. Dezember 2011 ist das Musikangebot des französischen Anbieters Deezer auch in Deutschland erhältlich. Wie die bereits etablierten Konkurrenten Napster, Juke und Spotify stellt Deezer die Musikdateien über die Internetverbindung auf verschiedenen Endgeräten bereit.

Wer sich auf www.deezer.com umschaut, findet neben dem Premium-Zugang auch einen werbefinanzierten Gratis-Account. So kann sich der Nutzer mit dem Dienst vertraut machen und anschließend entscheiden, ob er einen Vollzugriff freischalten lassen möchte. Für die Anmeldung sind diverse Daten wie Benutzername, Passwort, E-Mail-Adresse, Alter und Geschlecht erforderlich.

Premium-Zugang: Mobil und offline

Die kostenpflichtige Variante heißt Deezer Premium+. Für 9,99 Euro pro Monat erhält der Nutzer über seinen PC-Browser, sein Smartphone oder Tablet unbegrenzten Zugriff auf die Titel in voller Länge und ohne Werbung sowie in hoher Soundqualität. Unterstützt werden unter anderem Apples Geräte mit iOS wie der iPod Touch, das iPhone oder iPad, Android-Smartphones, BlackBerrys und Handys mit Windows Phone. Eine weitere Funktion, die nur Premium+-Kunden zur Verfügung steht, ist der Offline-Modus, mit dem sich zuvor heruntergeladene Titel auch ohne Internetanbindung anhören lassen.

Um das Entdecken von Musik zu erleichtern, informiert Deezer über die aktuellen Neuerscheinungen aus verschiedenen Musik-Genres sowie die beliebtesten Titel, Alben und Interpreten. Wer sich einfach berieseln lassen möchte oder weitere Anregungen sucht, kann auf die vorab zusammengestellten Radiokanäle zurückgreifen. Soll ein Lied dauerhaft auf der Festplatte gespeichert werden, ist ein kostenpflichtiger Musik-Download nötig. Deezer stellt hierzu Links zu iTunes und Amazon bereit. Bei Bedarf lassen sich auch Songtexte anzeigen.

Deezer lockt mit hoher Klangqualität

Deezer blickt nach eigenen Angaben auf ein Repertoire von über 35 Millionen Songs und reiht sich damit etwa noch vor Juke, dem Angebot der zur Media-Saturn-Holding gehörenden Juke Entertainment GmbH, ein. Die Titel werden bei Deezer mit bis zu 320 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) gestreamt. Zwar liegen nicht alle Musikstücke in einer so hohen Qualität vor, bei den Napster- und simfy-Streams liegt das Maximum von 128 beziehungsweise 192 Kbit/s dennoch generell darunter. Wer Deezer kostenlos ausprobieren möchte, kann den "Premium+"-Zugang 30 Tage lang testen.

Was Deezer – über die Bitrate der Songs hinausgehend – von anderen Anbietern unterscheidet, ist der internationale Ansatz. Der bereits seit 2008 in Großbritannien, Frankreich und Belgien aktive Service drängte schnell in weitere Märkte und ist inzwischen quasi weltweit verfügbar.

JUKE!: Das Angebot von Media-Saturn

Juke! InfografikMedia-Saturn baute das Angebot JUKE! im Sommer 2015 zur Entertainment-Plattform für Musik, Filme, Games und E-Book aus.© Juke Entertainment GmbH

Auf der IFA in Berlin wurden im Herbst 2011 nicht nur neue Fernseher und Tablet-PCs vorgestellt, auch ein neues Musik-Streaming-Angebot nutzte die Branchenmesse, um auf sich aufmerksam zu machen: JUKE. Ganz im Stil von Diensten wie Napster, simfy, Musicload nonstop oder Sony Qriocity bietet auch JUKE Musikgenuss zur Miete – für 9,99 Euro pro Monat. Wer sich davor scheut, sich sofort anzumelden, kann den Service 30 Tage kostenlos ausprobieren.

Hinter JUKE steht kein Unbekannter: Betreiber ist die Juke Entertainment GmbH, die mit zur Media-Saturn-Holding gehört. Im Angebot befinden sich derzeit über 30 Millionen Songs, die auf 80.000 Plattenfirmen inklusive aller Major Labels zurückgehen. Der Dienst erlaubt einen stationären Zugriff über einen Computer sowie die mobile Nutzung per Handy – und das on- wie offline.

JUKE!: Streaming am Computer oder mobil auf dem Smartphone

Mit dem PC sind die Titel über die Website www.juke.com erreichbar, wobei ein Browser ab Internet Explorer 9, Chrome 11, Mozilla Firefox 4, Safari 6, Opera 15 oder neuere Versionen samt Flash Player die Mindestanforderungen bilden. Eine mobile Nutzung ist ebenfalls möglich, insofern der Nutzer über ein iPhone, den iPod touch der zweiten Generation jeweils mit iOS 7.0 oder höher oder aber ein Smartphone oder Tablet mit Android-Betriebssystem der Version 4.0.3 verfügt. Für diese Systeme bietet JUKE nämlich eine passende App an. Zudem kann das Musikangebot über Apples AirPlay und Sonos Soundsysteme gestreamt werden.

Über die Website Musik zu hören, ist denkbar einfach: Ein Klick auf den Play-Button eines Titels genügt – schon wird das Lied über einen integrierten Player direkt abgespielt. Alternativ können die Lieder per Drag&Drop in den Player gezogen werden, auf diese Weise sind auch Playlisten schnell angefertigt.

Auf der Startseite gibt der Streaming-Anbieter bereits eine Auswahl von Alben aus den Kategorien Pop/Rock, Dance, Soul, Alternative, Hiphop, Schlager und Klassikvor. Auch die deutschen Single- und Alben-Charts helfen Unschlüssigen beim Entdecken neuer Musik weiter. Die Suchfunktion rollt schon während der Eingabe eines Stichworts eine Auswahl möglicher Treffer aus, die kompletten Ergebnisse gibt es nach dem Klick auf die Lupe oder Betätigen der Enter-Taste – unterteilt nach Künstler, Songs und Alben. Da die Song-Liste pro Seite nur 15 Einträge fasst, sollten sehr allgemeine Eingaben oder zu einsilbige Stichworte vermieden werden. Andernfalls muss sich der Suchende durch mehrere Seiten klicken. Neue Anregungen verschafft der Dienst, indem zu den verschiedenen Interpreten dezent auf den Musikgeschmack anderer Nutzer hingewiesen wird.

MyJuke App für das Smartphone

Die MyJuke-App haben wir uns in der Android-Variante angesehen. Auf dem Handy zusammengestellte Wiedergabelisten werden automatisch auf dem Telefon gespeichert und sind somit auch im Offlinemodus zugänglich. Der Offlinemodus lässt sich innerhalb der App auswählen. Wie aus den FAQ hervorgeht, muss sich der Nutzer jedoch mindestens alle 30 Tage einmal einloggen, da JUKE ansonsten die Listen löscht.

Laut JUKE fällt bei der mobilen Nutzung via App pro Minute etwa 1 Megabyte an Datenverkehr an. Daher ist ein Datentarif für mobiles Internet unerlässlich. Um unterwegs keinen Datenverkehr zu verursachen, können die gewünschten Titel vorab – zum Beispiel über die WLAN-Schnittstelle des Handys – zwischenspeichert werden, damit später offline darauf zugegriffen werden kann.

Ein Abomodell deckt alles ab

Während einige andere Anbieter verschiedene Abo-Modelle bereithalten und den mobilen Zugriff gegen eine höhere Gebühr auslagern, zieht JUKE keine Trennlinie zwischen PC- und App-Nutzung. Unabhängig von Endgerät und On- oder Offline-Vorliebe existiert nur eine Abo-Basis, die alle gebotenen Funktionen umfasst. Pro Monat fallen dafür 9,99 Euro an – bei einmonatiger Laufzeit. Wer nicht rechtzeitig bis sieben Tage vor Ablauf des Zeitraums kündigt, bindet sich automatisch für einen weiteren Monat. Alternativ lässt sich der Zugang gleich für drei oder sechs Monate für 29,50 Euro beziehungsweise 58 Euro buchen. Allerdings ist die Ersparnis auf einen Monat umgerechnet mit 15 respektive 33 Cent marginal, die eventuelle Verlängerung der Vertragsbindung, falls keine Kündigung erfolgt, dafür umso höher. Wer Wert auf Flexibilität legt, bindet sich daher am besten nur für einen Monat. Um JUKE vorab ausgiebig auszuprobieren, lässt sich die Streaming-Flatrate 30 Tage kostenlos testen.

Fazit: JUKE will zentrale Anlaufstelle für Streaming von Musik, Filmen & Co werden

Mit der im Sommer 2015 erfolgten Umgestaltung zum Entertainment-Portal für Musik, Filme, Games und E-Books soll JUKE stärker positioniert und breiter aufgestellt werden. Im Großen und Ganzen unterscheidet sich der Dienst inhaltlich nur wenig von der Konkurrenz wie Napster & Co; das Angebot ist groß und sowohl online als auch offline verfügbar. Welcher Anbieter am besten geeignet ist, hängt damit auch von den Ansprüchen der Kunden und der bevorzugten Nutzungsart ab; JUKE hält nur eine Abo-Variante bereit, in der jedoch alle Funktionen enthalten sind.

Musik-Pionier Napster: Von der Tauschbörse zur Musik-Download-Plattform

napster© napster.de / Rhapsody International

Die Zeiten, in denen Napster als Tauschbörse mit Peer-To-Peer-Ansatz auftrat, sind lange vorbei. Heute ist Napster eine legale Musik-Download-Plattform mit Flatrate-Angebot für den Musikgenuss zur monatlichen Miete. Inklusive ist der Zugriff auf über 34 Millionen Songs und tausende Hörbücher. Wie bei den vielen anderen Musik Flatrate-Anbietern hat der Kunde die Möglichkeit, die Titel on- und offline am PC und auch auf dem Smartphone anzuhören. Wer sich vorsichtig herantasten möchte, kann den Service wie auch bei der Konkurrenz üblich 30 Tage lang kostenlos testen.

Ließ sich Napster früher nur über eine eigene Software und erst später auch per Browser von jedem PC und jedem Ort aus nutzen, steht seit der Umstellung der Oberfläche im Zuge des Kaufs durch den US-Dienst Rhapsody die Browser-Nutzung im Vordergrund. Eine Software für Windows-PCs wird zwar nach wie vor angeboten, diese spielt jedoch keine zuvor bei Napster gekauften Songs mehr ab: Die Möglichkeit, Titel im MP3-Format zu kaufen, hat Napster mit der Umstellung ebenso verbannt wie das anschließende Brennen von CDs. Zudem werden aus dem Pool der Home-Entertainment-Geräte, die ebenfalls das Streamen von Napster-Songs ermöglichen, die Geräte von Denon & Marantz, Onkyo und Terratec nicht mehr unterstützt.

Die Benutzeroberfläche der Browser-Anwendung unterscheidet sich stark von der bisherigen Aufmachung und enthält keine Charts von MediaControl mehr. Im oberen Bereich kann nach wie vor nach Songs, Alben oder Künstlern gesucht werden, rechts befindet sich ein Player, der auch die Erstellung von Playlists und das Speichern von Favoriten ermöglicht. Etwas unübersichtlich wirkt der Mittelteil. Auf der Startseite werden die verschiedenen Genres, von Indie Pop bis Techno, noch untereinander aufgelistet, sobald jedoch eine Rubrik oder ein Album angeklickt wird, zieht die Genre-Unterteilung in die horizontale Navigation um. Wer eine Inspiration sucht, kann auf Napster-Charts, Neuerscheinungen und Channels ausweichen. Der persönliche Musikgeschmack lässt sich per Mausklick auf Facebook und Twitter posten.

Um Titel offline verfügbar zu machen und somit ohne Internetverbindung am Computer oder auf dem Smartphone Musik zu hören, ist eine Software-Installation notwendig. Der Download steht unter www.napster.de bereit. Der Napster-Client gleicht dem Browser-Zugang, wodurch sich neue Nutzer schnell zurechtfinden. Lediglich eine Download-Option im Musikplayer wurde hinzugefügt.

Wie zu früheren Napster-Zeiten kann der Benutzer zwischen den Angeboten Napster Music-Flatrate und der Music-Flatrate + Mobile zu 7,95 Euro beziehungsweise 9,95 Euro pro Monat wählen. Beide Flatrate-Typen können nach wie vor 30 Tage lang kostenlos ausprobiert werden. Diese Testphase sollte aber rechtzeitig gekündigt werden, da der Benutzer andernfalls ein Abonnement abschließt.

Napster Musik Flatrate

Mit der Music-Flatrate für 7,95 Euro pro Monat kann das Musikangebot von Napster online in einer Qualität von bis zu 192 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) gestreamt werden. Wer unterwegs Musik hören möchte, kann mit der Napster Music-Flatrate + Mobile für 9,95 Euro monatlich die Songs auch auf ein Smartphone oder einen Tablet PC übertragen. Mit der Napster App für das iPhone, den iPod touch und Android Handys und Tablets lässt sich Musik ebenfalls mit bis zu 192 Kbit/s streamen. Praktisch sind die umfangreichen Möglichkeiten, mobil neue Musik zu entdecken. Neben den Neuerscheinungen und beliebten Titeln steht auch das Napster-Radio bereit. Eine iPad-App gibt es bislang nicht.

Fazit zu Napster

Der Kauf durch Rhapsody hat Napster seinen MP3-Shop gekostet, das Angebot an per Musikflatrate abrufbaren Titeln stieg aber auf über 34 Millionen stark an. Gewonnen hat Napster an Qualität. Mussten sich mobile Kunden innerhalb der Napster-Apps früher mit mageren 64 Kbit/s zufrieden geben, sind nun innerhalb der App Streams mit bis zu 320 Kbit/s möglich. Offline gespeicherte Titel werden mit bis zu 192 Kbit/s wiedergegeben. Darüber hinaus bietet Napster auch speziell auf Tablet-PCs angepasste Versionen an. Ein Nachteil von Napster gegenüber anderen Musik-Streamern war lange Zeit der höhere Preis; 2012 reduzierte der Anbieter die Kosten für den Vollzugriff aber von knapp 13 auf 10 Euro und reihte sich damit direkt neben die Mitbewerber ein.

Spotify wird zum großen Player

spotifySpotify ist einer der populärsten Musikstreaming-Dienste.© Spotify AB

Mitte März 2012 hat ein Musikdienst den deutschen Markt betreten, der von vielen Musikfans lange herbeigesehnt wurde: Spotify . Zwar mangelte es inzwischen nicht gerade an Musik Flatrates, im Gegenteil, das Angebot war nie größer. Ein reizvoller Aspekt des Musik-Streaming-Anbieters aus Schweden, der in seinem Heimatland bereits seit 2008 verfügbar ist, ist aber das Gratis-Angebot: Nur wenige Musikdienste ermöglichen neben dem kostenpflichtigen Angebot auch einen kostenlosen Zugriff.

Spotify in Deutschland

Spotify hält nach eigenen Angaben über 30 Millionen Titel zum Abruf bereit. Die Zahl der aktiven Nutzer lag im Sommer 2015 bei über 75 Millionen, über 20 Millionen nutzten das kostenpflichtige Angebot. Mit Spotify Free ist das Streamingangebot völlig gratis, in den ersten sechs Monaten sogar unbeschränkt. Lediglich Werbeeinblendungen müssen die Nutzer in Kauf nehmen, mit denen sich der Dienst finanziert. Nach sechs Monaten gibt es nur noch 10 Stunden Musik monatlich kostenfrei. Wer die Werbung umgehen möchte, kann zu Spotify Unlimited für 4,99 Euro pro Monat greifen und dann außerdem die Radiofunktion nutzen, die Titel aus dem bevorzugten Genre von Alternative bis Volkstümlich abspielt. Gestreamt wird mit jeweils 160 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s). Mit Spotify Premium für 9,99 Euro pro Monat steigt die Qualität der Musik auf 320 Kbit/s und zusätzlich der Funktionsumfang weiter an. Nur das teuerste Abo ermöglicht die mobile Nutzung per App auf dem Mobiltelefon, das Streamen auf Sound-Systemen sowie einen Offline-Modus. Vorab kann Spotify 30 Tage lang kostenlos getestet werden.

Registrierung mit Facebook-Account oder E-Mail-Adresse

Unabhängig davon, für welchen Zugang sich der Nutzer entscheidet, muss er sich zunächst registrieren. Man kann sich wahlweise mit seinem Facebook-Account oder einem E-Mail-Konto einloggen.

Was Spotify nicht bietet, ist ein Web-Zugriff über den Browser. Zwar können sich die Kunden auf der Website einloggen; um Musik zu hören, muss aber eine Software heruntergeladen und installiert werden. Diese steht für Windows-Betriebssysteme und Mac OS X zur Verfügung. Um auch unterwegs den neuesten Hits zu lauschen, hält der Anbieter Apps für das iPhone, das iPad und den Apple iPod touch, Smartphones mit Android, Windows Phone oder Symbian sowie Palm und BlackBerry bereit.

Wir haben uns die Windows-Software am PC und die Android-App genauer angeschaut. Der Desktop-Client punktet mit einer guten Übersicht und nähert sich optisch denen der Mitbewerber an. Hier lassen sich Neuheiten entdecken, das Gesamtangebot durchsuchen, bereits auf dem Computer abgespeicherte Dateien aus dem Windows Media Player oder iTunes anzeigen und Playlists erstellen. Per Mausklick werden sie auf Wunsch für die Offline-Nutzung auf dem Handy vorbereitet. Lieblingslieder oder -Interpreten kann der Nutzer mit einem Sternchen versehen und somit vormerken. Der eigentliche Musikplayer hält sich als schmale Leiste am unteren Rand des Programmfensters dezent zurück. Viel Raum nehmen die Vernetzungsoptionen ein. Facebook-Kontakte lassen sich direkt integrieren und ihre musikalischen Aktivitäten werden ebenfalls angezeigt. Zudem können Lieder, Alben oder Wiedergabelisten jederzeit an Facebook oder Twitter weitergereicht oder innerhalb der Spotify-Community mit anderen geteilt werden.

Spotify App - für Android, iOS, Windows Phone und weitere

Das Radio fehlt in der App, die Neuerscheinungen sowie die Playlists werden aber gleichermaßen angezeigt. Außerdem besonders beliebte Songs und andere Audiodateien, die auf dem Mobiltelefon abgespeichert wurden. Um von einem Titel zum nächsten zu wechseln, muss nur über den Touchscreen gestrichen werden. Für Handy-Nutzer, die Spotify nicht in einem WLAN-Netz aufrufen, sondern sich über UMTS/HSPA verbinden, sind die Einstellungen interessant: Dort kann die Qualität von 160 auf 96 Kbit/s heruntergeschraubt werden, um Bandbreite zu sparen. Das minimiert die Kosten für den Datenverkehr bei Abrechnung pro Megabyte beziehungsweise hilft dabei, das maximale Highspeed-Volumen der Handy Internet Flat nicht zu schnell auszuschöpfen. Generell empfiehlt sich für das Musik-Streaming im mobilen Internet (3G) ein Pauschaltarif.

Fazit: Spotify lockt mit Musik gratis und Vernetzung

In der Praxis macht Spotify einen guten und stabilen Eindruck. Die App für Android lief in unserem kurzen Test ebenso einwandfrei, zügig und ohne Unterbrechungen. Für regelmäßige Facebook-Nutzer, die immer über die Aktivitäten ihrer Freunde informiert sein möchten und selbst gerne Privates teilen, ist die starke Integration des sozialen Netzwerkes sicher von Vorteil. Ein großer Pluspunkt für Spotify ist natürlich der Gratis-Zugang mit Werbeunterbrechungen. Das dürfte viele potentielle Neukunden anlocken, die Musikindustrie ist über das Gratisangebot dagegen nicht erfreut. Für den Service sprechen außerdem die hohe Soundqualität von bis zu 320 Kbit/s und die internationale Verfügbarkeit. Wer viel reist, kann dann auch im Urlaub mit Spotify Musik hören – wenn der Service dort vertreten ist.

Nicht ganz so leicht ist es aber, bei Spotify neue Musik zu entdecken. Das Stöbern durch unbekannte Alben, das andere Anbieter durch spezielle Empfehlungen oder eigens zusammengestellte Kanäle und Playlists liefern, gibt es in der Form nicht. Lediglich ähnliche Interpreten sind auffindbar, für weiteren Input müssen die Kunden auf ihren Online-Freundeskreis zurückgreifen.

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