Ratgeber

Fernsehen auf dem iPad: TV Apps, Tuner, Streaming

Welche Möglichkeiten gibt es, Fernsehprogramme auf das Apple iPad oder andere Tablets und Smartphones zu holen? Das wollten wir wissen und haben Apps wie Zattoo und Virtualsat, einen TV-Tuner und Streaming-Boxen ausprobiert.

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Tablet-PCs wie das Apple iPad bringen zwar bereits von Haus aus verschiedenste Funktionen und Programme mit, blühen aber erst im Nachhinein mit den richtigen Apps und passendem Zubehör vollständig zum individuellen Begleiter auf. Das gilt sowohl für Office-Anwendungen und Tastaturen, die dem Tablet Notebook-Fähigkeiten verleihen, als auch für Unterhaltungsformate: Wer auf dem Tablet PC Fernsehsendungen verfolgen möchte, kommt um zusätzliche Erweiterungen – sei es Hardware oder Software – nicht herum. Wir haben verschiedene Lösungen wie Streaming-Boxen, TV-Tuner und Apps ausgewählt und mit dem neuen Apple iPad ausprobiert. Mit Ausnahme des TV-Empfängers eignen sich die vorgestellten Möglichkeiten übrigens auch für Android-Nutzer, das iPhone, iPods oder ältere iPads. Auch zwei Anwendungen für Windows Phone sind dabei.

Live-TV auf iPad, iPhone & Co. streamen

Eine der Lösungen für mehrere Endgeräte ist das Streamen von TV-Inhalten über eine kleine Box, die unter anderem von Elgato (EyeTV) und PCTV, einem Tochterunternehmen von Hauppauge, angeboten werden. Angetestet haben wir die PCTV-Produkte: Die Broadway HD-S2 mit einem UVP von 199,99 Euro für Kunden mit Satelliten-Empfang und die optisch identische Variante Broadway 2T mit doppeltem DVB-T-Empfänger. Auf diese Weise können zwei Geräte parallel zum Fernsehen genutzt oder aber eines für eine Aufzeichnung eingespannt werden (nur über einen PC möglich).

Standort-Entscheidung: DVB-S oder DVB-T

Die kleine Sat-Box (etwa 14,5x14,5x4,5 Zentimeter) integriert einen DVB-S/S2-Empfänger und streamt damit Live-Satelliten-Fernsehen über das Heimnetzwerk auf Computer, Notebooks, Android-Tablets und -Handys (ab Android 2.2), ein iPhone oder iPad (ab iOS 3). Die Broadway 2T erledigt diesen Job entsprechend via DVB-T.

Die Empfangsqualität hängt dann allerdings stark vom Standort der Wohnung und auch der Box ab. Je nach Wohnort kann eine Zimmerantenne ausreichen oder aber eine Dach- oder Außenantenne erforderlich sein, um eine einwandfreie Übertragung zu gewährleisten. In welche Gruppe der jeweilige Ort einzusortieren ist, verrät ein Blick auf die Website www.ueberallfernsehen.de. PCTV liefert eine kleine Stabantenne mit. Leider konnten wir den Empfänger nur an einem ohnehin suboptimalen Standort und ohne die benötigte Dachantenne testen, dennoch scheinen die TV-Tuner in der DVB-T-Version nicht die stärksten zu sein. Während wir mit anderen Tunern trotzdem schwache Fersehsignale erhielten, fand die Broadway-Box zunächst keinerlei Sender. Nach Umpositionieren der Antenne, wobei wir dem Rat des Herstellers folgten und diese in Fensternähe platzierten, wurden 12 Kanäle gefunden. Stimmen die Voraussetzungen, ist also ein deutlich besserer Empfang zu erwarten.

Wer Kabelfernsehen bezieht sowie eine analoge Kamera oder Settop-Box, zum Beispiel für Pay-TV, nutzt, kann bei beiden Exemplaren auf den S-Video/FBAS-Anschluss ausweichen. Um den Sender nicht am angeschlossenen Gerät wechseln zu müssen, liegt ein Infrarot-Steuerkabel ("IR-Blaster") bei. Allerdings scheinen sich nicht alle Geräte mit der Streaming-Box zu verstehen. So konnten wir im Test zwar problemlos einen DVD-Player mit dem Videoeingang verbinden und den DVD-Inhalt auf die mobilen Geräte übertragen, eine digitale Kabelbox gab jedoch nur Ton und kein Bild aus. Die zwei USB-Ports an der Rückseite hat der Hersteller "für zukünftige Anwendungen" reserviert, noch sind sie nicht freigeschaltet.

Beide Broadway Boxen lassen sich sowohl per WLAN 802.11b/g/n als auch per Ethernetkabel ins Netzwerk einklinken und übertragen die Fernsehinhalte drahtlos, abgerufen werden die Kanäle jeweils im Browser des PCs, Handys oder Tablets. Hierzu muss lediglich die Adresse http://distan.tv aufgerufen werden. Dass Apples iOS-Geräte kein Adobe Flash unterstützen, ist dabei kein Hindernis. Android-Geräte müssen jedoch über einen Flash-fähigen Webbrowser verfügen. Die Signale werden in Echtzeit in das H.264-Format kodiert und auf Wunsch auch in HD-Qualität weitergeleitet – nicht nur im WLAN-Netz im In- oder Ausland, sondern auch unterwegs via UMTS. Dann sollte natürlich mindestens ein wachsames Auge auf den Datenverkehr gerichtet werden, insbesondere bei einer Übertragung in hoher Qualität. Ohne mobilen Datentarif ist das Fernsehen zum Mitnehmen aus Kostengründen nicht empfehlenswert. Praktisch: Die Qualität des Live-Streams lässt sich für das lokale Netzwerk und einen Zugriff über das Internet separat einstellen.

Kein Zapping wie am Fernsehgerät

Abgesehen von unseren Problemen mit dem Anschluss einer Kabelbox ist die Inbetriebnahme der PCTV-Box nicht schwierig. Sie muss lediglich über das mitgelieferte Netzteil an das Stromnetz angeschlossen und ins Netzwerk eingebunden werden. Damit die Signalübertragung stabil läuft, sollte das vorzugsweise per Ethernetkabel erfolgen. Anschließend übernimmt ein Assistent die nötige Konfiguration und der Sendersuchlauf kann beginnen. Verglichen mit dem unmittelbaren Zappen am heimischen Fernseher ist das Umschalten beim Streaming sehr zeitaufwendig.

Ein weiterer Nachteil: Zeitversetztes Fernsehen oder komplettes Aufzeichnen von Sendungen direkt auf dem Tablet sind nicht möglich, auch ein EPG (elektronische Programmzeitschrift) steht nicht bereit. Damit empfiehlt sich die Streaming-Lösung insbesondere für Anwender, die eine flexible All-in-One-Methode für verschiedene Mobilgeräte suchen, ohne zwangsläufig den PC einschalten zu müssen. Ist alles eingerichtet, ließe sich das Fernsehprogramm damit auch im Urlaub nutzen, insofern dort eine stabile und bezahlbare Internetverbindung zur Verfügung steht.

Anstecken und fernsehen: DVB-T-Empfänger für das iPad

Eine günstigere, aber dennoch recht kostspielige Alternative zum Streaming ist ein DVB-T-Empfänger für das iPad/iPhone, wie der EyeTV Mobile TV-Tuner von Elgato, die Geräte tizi und tizi+ sowie tizi go von Equinux oder der sehr ähnliche Tuner Hauppauge myTV 2GO-m, den wir bereits getestet haben. Rund 90 bis 100 Euro werden für die kleinen Empfänger für das Überall-Fernsehen fällig, der Vorteil: Mittels EPG lässt sich das Fernsehprogramm auch am Tablet PC oder Smartphone durchstöbern und per Timeshift zeitversetzt betrachten sowie auf Knopfdruck aufzeichnen.

Wer vor Kosten in dreistelliger Höhe und dem Hantieren mit zusätzlicher Hardware und Konfigurationsmenüs zurückschreckt, kann sich in der bunten App-Welt umschauen. Wie bereits von PC und Notebook gewohnt, finden sich in den App-Tankstellen von Apple und Google zahlreiche Fernsehsender, die Teile ihrer TV-Inhalte zum Online-Abruf on demand bereitstellen. Darunter die Mediatheken von ZDF und Arte sowie die privaten Sender ProSieben, RTL (Clipfish) und Sat1. Live-TV gibt es dann allerdings in der Regel nicht; nur bestimmte Formate, die in den vergangenen sieben Tagen über den Bildschirm flimmerten, sind im Angebot enthalten. Eine Ausnahme bildet die Tagesschau-App der ARD, über die sich die Tagesschau-Nachrichten per Livestream empfangen lassen.

Kostenlos und on demand: dailyme

Mehrere Angebote gebündelt gibt es bei dailyme: Der zur CeBIT 2008 vorgestellte Dienst bietet ebenfalls kein Live-Fernsehen, sondern TV-Inhalte nach dem Video-on-demand-Prinzip. Über die kostenlose App für iOS, Android-Geräte und Windows Phone kann der Nutzer aus verschiedenen Sendungen wählen, die per WLAN- oder Mobilfunkverbindung heruntergeladen werden und anschließend offline bereitstehen. Das Angebot umfasst Sender wie ARD, ZDF, Sat.1, Das Vierte und ProSieben, die Produktionen wie Bauerfeind, Wissen vor 8 oder die Sendung mit der Maus anbieten.

Unter Android mehr Sendungen

Wir haben uns neben der Android-App auf einem Handy auch hier wieder die App für das iPad angesehen, die hübsch aufgemacht und selbsterklärend ist. Werden Sendungen eingeschaltet, lädt dailyme die jeweils neue Folge automatisch herunter, ausschalten entspricht analog dazu einem Rauswurf aus der Favoritenliste. Leider scheiden auf dem iPad derzeit Kabel eins, Sat.1, ProSieben und sixx aus. Im Gespräch mit unserer Redaktion kommentierte dailyme, dass das Angebot für Tablets gerade ausgebaut und mit den Content-Partnern weiter optimiert werde. Etwas nervig: Auf dem iPad sind die Bedien-Buttons zum Vor- und Zurückspulen nur in der Vorschau-/Blätteransicht, nicht aber im Vollbildmodus, erreichbar. In der Android-App ist das besser gelöst.

Da die iPad-App bereits auf das Retina-Display zugeschnitten ist, sind die Vorschaubilder der verfügbaren Sendungen knackig scharf. Die eigentlichen Inhalte können da leider nicht immer mithalten. Die Bildqualität schwankt; Der elektrische Reporter von ZDFinfo scheint beispielsweise in HD-Auflösung vorzuliegen, während unsere übrigen Downloads wie Frontal21, Bambule und die Tagesschau offensichtlich SD-Qualität besitzen und Pixel erkennen lassen. Dailyme finanziert sich durch Werbung, daher werden Banner und auch kurze Spots eingeblendet. Insgesamt ist die App absolut empfehlenswert. Zwar gibt es keine Vollabdeckung des Fernsehprogramms, dafür stellt sie eine sehr einfache Methode dar, um verschiedene Inhalte automatisch für den Offline-Konsum vorzubereiten. Eine Registrierung ist möglich, aber nicht nötig.

Muss es echtes Live-Fernsehen per App sein, führt kein Weg am Schweizer Anbieter Zattoo vorbei, der seinen TV-Client nicht nur für den Computer, sondern auch für Windows Phone, als iPhone TV App und für iPads mit iOS ab Version 4.0 und in Google Play für die Android-Gemeinde bereitstellt. Die Zattoo App für Android haben wir bereits zum Start im Februar und nun erneut ausprobiert, auf unserem Test-Handy mit Android 2.3.3 lief die App, die sich noch immer im Beta-Stadium befindet, jedoch nicht zufriedenstellend. Klötzchenbildung und eine asynchrone, teils stockende Wiedergabe trübten das Bild.

Live-Fernsehen mit Zattoo

Anders sieht es auf dem iPad aus. Bildfehler- und Störungen konnten wir in unserem Check mit der Version 1.3.5 nicht feststellen, auch das Umschwenken vom Hoch- ins Querformat und umgekehrt bereitete keine Probleme. Für Nutzer mit Apple TV wird zudem AirPlay unterstützt: Das Bild lässt sich drahtlos auf den Fernseher schicken. Leider beendet die App die aktuelle Wiedergabe, sobald der Nutzer zu einer anderen Anwendung wechselt. Zurück bei Zattoo angelangt, muss der gewünschte Sender daher erneut aufgerufen werden.

Von Kanal zu Kanal zu zappen, ist in der kostenlosen Variante von Zattoo eine eher langwierige Angelegenheit, da bei jedem Wechsel ein Werbespot eingeblendet wird. Um das zu umgehen, ist ein kostenpflichtiges Abo nötig, das wir ebenfalls getestet haben. Dann kann zügig und werbefrei umgeschaltet und außerdem eine doppelt so hohe Bildqualität genossen werden.

Insbesondere die seit Ende Mai aufgestockten HD-Sender lassen so Freude aufkommen. Wie gut die Übertragung in der Praxis ausfällt, hängt auch von der Internetverbindung ab, da Zattoo die zur Verfügung stehende Bandbreite berücksichtigt. Bei engspuriger Internetverbindung kann es auch schon mal kurzzeitig pixelig werden. Ein Zugang für einen Tag kostet 1,59 Euro, einen ganzen Monat Fernsehen gibt es für 4,99 Euro. Wenn direkt drei oder zwölf Monate gebucht werden, wird Zattoo für 12,99 Euro beziehungsweise 44,99 Euro etwas günstiger. Für einen monatlichen Aufpreis sind außerdem türkische, polnische, bosnische und kroatische Senderpakekete erhältlich.

Zum Senderangebot: Können Nutzer aus Deutschland auf 40 Fernsehkanäle live zugreifen, umfasst der Pool für Anwender aus der Schweiz sogar mehr als 100 Sender. Die Öffentlich-Rechtlichen wie ARD, ZDF, WDR und 3sat sind ebenso vertreten wie internationale Angebote wie CNN und Bloomberg, die privaten Sendergruppen RTL und ProSiebenSat1 sucht man aber nach wie vor vergeblich. Im Übrigen ist der Zugriff auf Zattoos Kanäle aus lizenzrechtlichen nur per WLAN, nicht aber via UMTS möglich, weshalb echtes Mobilfernsehen unterwegs nur in Hotspot-Nähe geboten wird.

Ein weiterer Anbieter von Live-TV per Streaming ist Virtualsat.eu. Hinter dem Dienst steht die TeleOne GmBH mit Sitz in Wien in Österreich, die Satellitenfernsehen an ihre Kunden verteilt. Wie der Anbieter auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte, funktioniert der Service wie folgt: Virtualsat betreibt innerhalb Europas Tausende von Satellitenanlagen, die jeweils 320 Nutzer mit TV-Signalen versorgen können. Die Programme werden anschließend über die Internetverbindung auf das Empfangsgerät des Kunden – ein Tablet, Smartphone, PC oder eine TV-Box – geschickt und sind dort innerhalb der entsprechenden App abrufbar. Die Senderliste umfasst derzeit 91 Kanäle, darunter 39 in deutscher Sprache. Der Vorteil gegenüber Zattoo: Auch die privaten Kanäle werden ausgestrahlt.

Plattformvielfalt bei Virtualsat

Allerdings sind keine HD-Kanäle dabei; so knackscharf wie bei Zattoo HiQ ist die Bildqualität bei Virtualsat daher nicht, zumindest dann nicht, wenn sich beispielsweise ZDF_neo HD bei Zattoo mit den SD-Signalen von ZDF_neo bei Virtualsat vergleichen lassen muss. Bei den regulären SD-Sendern unterscheidet sich die Qualität nicht, wenn bei Virtualsat der High-Quality-Button (HQ) betätigt wird. Um eine reibungslose Übertragung zu erhalten, sollte sich das Tablet oder Handy an einem Ort mit stabilem WLAN- oder 3G-Empfang befinden. Aufgrund der permanenten Datenübertragung empfiehlt es sich, zuhause im kostenlosen WLAN fernzusehen oder aber eine Handy-Internet-Flat gebucht zu haben. Wer eine halbe Stunde fernsieht, muss mit etwa 120 MB Datenverkehr rechnen - bei niedriger Qualität. Bricht die Empfangsleistung ein, kann das Bild kurzzeitig stocken. Gelegentlich stellten wir auch fest, dass Ton und Bild asynchron übertragen wurden, insbesondere beim Umschalten im HQ-Modus. Nach einem Wechsel zur schwächeren Qualitätsstufe und erneutem Abrufen der besseren Qualität war das Angebot wieder stimmig.

Anders als Zattoo ist der Satelliten-Service generell kostenpflichtig. Ein dreitägiger Zugang kostet 1 Euro, ein Monat 4,90 Euro, sechs Monate 27,90 Euro und ein ganzes Jahr 49,90 Euro. Im Rahmen einer Sonderaktion sinkt der Preis derzeit jedoch auf 29,90 Euro. Für den HQ-Button wird kein Aufpreis erhoben; er steht immer zur Verfügung.

Virtualsat bietet neben einer App für das iPhone und iPad auch eine Anwendung für Android-Systeme und eine eigene Android-basierte Settop-Box an. Die iPhone-App ist noch nicht an das Retina-Display des neuen Tablets von Apple angepasst, Bedien-Buttons und Sender-Icons sehen daher leicht pixelig aus. Die einzelnen Kanäle werden in einer Liste untereinander eingeblendet und lassen sich direkt ansteuern, gezappt wird über die entsprechenden Schaltflächen. Bis der nächste Sender komplett angezeigt wird, vergehen etwa zwei bis drei Sekunden, wobei der Ton schon früher zu hören ist. Um mehr Übersicht zu erlangen, können die Lieblingssender per Betätigung des Sternchen-Buttons einer Favoritenliste hinzugefügt werden, unsere Versuche blieben jedoch erfolglos. Gesten unterstützt die App nur zum Verstellen der Lautstärke. Praktisch: Der Stream lässt sich pausieren und zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen.

Virtualsat Android App

Die Android-App, die wir auf einem Android-2.3.3-Smartphone mit 3,2-Zoll-Bildschirm ausprobieren, nutzt das gleiche Design; das erklärt die pixelige Darstellung auf dem iPad. Leider lässt sich die App nicht auf die Speicherkarte verschieben und besetzt daher zwangsläufig den Telefon-internen Speicher (rund 26 MB). Was während unseres kurzen Tests nicht funktionierte, war eine reibungslose Übertragung in hoher Qualität und unmittelbares Zapping. Oftmals reagierten die Buttons nicht auf unsere Eingaben und teilweise waren Bild und Ton kurzzeitig asynchron. Allerdings steckt das HQ-Streaming auch noch in der Entwicklung, so wird zusätzlich eine Beta-App für Smartphones mit Hardware-Beschleunigung in Google Play angeboten.

Da sich in den App-Märkten immer wieder TV-Apps finden, die aus rechtlicher Sicht zumindest bedenklich sind und kurze Zeit später wieder verschwinden, hakten wir bei Virtualsat in Bezug auf die Legalität des Dienstes nach. Wie uns der Anbieter mitteilte, kommt es während des Streamings nicht zu einer Vervielfältigung von Inhalten, da jedem Kunde ein eigener LNB-Anschluss an der Satellitenanlage zugeordnet ist. Virtualsat steht nach eigenen Angaben mit den Sendern in unmittelbarem Kontakt und erhält von diesen zum Teil bereits direkte Datensignale, im Gegenzug gibt der Anbieter anonyme Nutzerstatistiken an den Sender zurück. Daraus seien beispielsweise Informationen wie die Region, die konsumierten Sendungen und Einschaltzeiten ersichtlich.

(Saskia Brintrup)

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