UMTS - Universal Mobile Telecommunications System

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Mit Höchstgeschwindigkeit über das Handy online gehen, alles kein Problem dank UMTS. Dieses Kürzel steht für "Universal Mobile Telecommunication System" und war vor circa vier Jahren noch Synonym für die Zukunft der Telekommunikation. In einer spektakulären Versteigerung der Lizenzen gingen Milliardensummen über den Tisch. Jeder wollte ein Stück von der erhofften UMTS-Sahnetorte ergattern. Inzwischen jedoch verursacht die breitbandige Mobilfunktechnik den Netzbetreibern eher Sodbrennen und Völlegefühl: mobilcom gab seine Lizenz zurück, Quam gibt’s nicht mehr und die großen vier gingen nach langem Zögern mit den ersten Angeboten an den Start. Seit Juni 2004 bieten alle vier Mobilfunker in Deutschland UMTS-Datenservices an.

UMTS - Universal Mobile Telecommunications System
Die Technik UMTS Die UMTS-Datentarife
Die UMTS-Lizenzen

Die dritte Generation

Das Besondere an der UMTS-Technik ist, dass sie Sprach- und Datenübertragung miteinander vereint. Nach der ersten Mobilfunktechnik in Form von A-, B- und C-Netz ab den fünfziger Jahren und dem aktuellen GSM-Standard mit Datenerweiterung GPRS und HSCSD, stellt UMTS den Mobilfunk der dritten Generation dar (3G).

Aus schnell wird viel schneller

Theoretisch ist mit UMTS die Datenübertragung mit Bandbreiten von bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) möglich. Allerdings bieten nicht alle Mobilfunkprovider die volle Geschwindigkeit. So realisiert etwa E-Plus lediglich eine Übertragungsrate von 384 Kilobit pro Sekunde; o2 kommt immerhin noch auf 3,6 Mbit/s.

Video und Musik per Handy

Die – für ein Mobiltelefon – hohe Übertragungsrate eröffnet völlig neue Anwendungsmöglichkeiten für die UMTS-Technik. Größtes Verkaufsargument der Telefon-Betreiber ist derzeit die Videotelefonie. Langsam zeichnet sich auch das Bestreben der Mobilfunker ab, das lukrative Geschäft mit den Musicdownloads auf das Telefon zu verlagern. Doch eine wirkliche UMTS-Killerapplikation, wie es die SMS für den GSM-Standard war, ist noch nicht abzusehen.

Zögerlicher Start

Auch wenn enorme Summen in den UMTS-Ausbau investiert wurden: Noch vor dem großen Durchbruch schienen andere Entwicklungen der gefeierten Technik den Rang abzulaufen. Voice over IP (VoIP) in der Telefonie und das immer dichter werdende W-LAN-Netz im Datenverkehr. Der UMTS-Start zeigte sich eher zögerlich, was auch auf das geringe Angebot an UMTS-fähigen Endgeräten zurückzuführen war. Unattraktive Taktungen von 10 bis 30-Minutentakt machten UMTS-Verbindungen für den Privatanwender zudem unattraktiv. Handy-Hersteller wie Nokia glaubten jedoch fest daran, dass die Zahl der UMTS-Nutzer bis zum Ende 2004 weltweit auf 20 Millionen steigen würde. Das Informationszentrum Mobilfunk e.V. (ein Verein der deutschen Netzbetreiber) sagte gar bis zum Jahr 2011 über eine Milliarde UMTS-Nutzer voraus.
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