Telefonate mit dem Handy kosten Geld. Doch nicht nur der Geldbeutel des Mobilfunk-Kunden wird belastet. Auch die vier deutschen Netzbetreiber müssen pro Minute eine Gebühr bezahlen, wenn die eigenen Kunden Gespräche in ein anderes Netz führen. Ein so genanntes Terminierungsentgelt wird immer dann fällig, wenn zum Beispiel ein Gespräch von einem T-Mobile-Kunden zu einem E-Plus-Handy oder aus dem o2-Netz zu einem Vodafone-Anschluss geführt wird.
Für die Überstellung eines Gesprächs in die Netze der
Telekom dürfen 3,38 Cent berechnet werden,
Vodafone darf mit 3,36 Cent pro Minute kalkulieren. Die beiden E-Netz-Betreiber
E-Plus und
o2 dürfen pro Minute 3,36 bzw. 3,39 Cent pro Minute berechnen, wenn ein Telefonat aus einem Konkurrenznetz in die eigene Netzinfrastruktur überstellt wird. Auch bei Verbindungen in ausländische Netze wird ein Terminierungsentgelt berechnet.
Netzexterne Gespräche häufig teurer
Die Terminierungsentgelte sind schlussendlich der Grund, warum gerade netzexterne Gespräche meist deutlich teurer sind als netzinterne Telefonate. Sie dürfen aber keine Entschuldigung dafür sein, dass einige Anbieter noch immer Minutenpreise jenseits von 30 Cent pro Minute verlangen. Das ist im Zeitalter von
Mobilfunk-Discountern und
Mobilfunk-Flatrates schlicht und ergreifend nicht mehr marktgerecht.
Bundesnetzagentur muss Preise genehmigen
In Deutschland müssen sich die Netzbetreiber die Höhe ihrer Terminierungsentgelte von der
Bundesnetzagentur genehmigen lassen. Die aktuellen Preise sind bis zum 30. November 2012 gültig, müssen aber noch verbindlich festgelegt werden, nachdem die EU Kommission grünes Licht gegeben hat. Mit einer verbindlichen Festsetzung wird im Laufe des ersten Quartals 2011 gerechnet.
Preise gültig bis Ende November 2012