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Tablet-Kaufberatung – welches Tablet für wen?

Wer vor dem Kauf eines Tablet-PCs steht, sollte sich ein wenig Grundwissen aneignen, um ein passendes Gerät zu finden. Wir erklären die verschiedenen Betriebssysteme und verraten, worauf es sonst noch beim Tablet-Kauf ankommt.

Tablet Vergleich© Scanrail / Fotolia.com

Im April 2010 ging das Apple iPad mit iOS allein auf Kundenfang, in den folgenden Monaten bekam es einige Konkurrenten, später folgte eine ganze Welle von Tablet PC-Modellen mit Android. Dann stießen Windows-Geräte dazu. Das macht die Wahl des richtigen Tablet-PCs nicht einfacher. Welche Fragen sich Interessenten vor dem Tablet-Kauf stellen sollten und welche Vor- und Nachteile die verschiedenen Typen und Betriebssysteme bieten, wollen wir in unserer Tablet-Kaufberatung zusammenfassen.

Tablets werden vor allem zu Hause genutzt

Als Apple mit dem ersten iPad den Grundstein für die spätere Verbreitung von Tablets legte, fragte sich so mancher noch, wozu man ein solches Gerät überhaupt benötigt. Mittlerweile jedoch möchten Tablet-PC-Besitzer nicht mehr auf ihre Flachrechner verzichten: Ein Tablet-PC ist eine ideale Ergänzung zum Desktop-Computer oder Notebook und Smartphone und lässt sich immer genau dann einsetzen, wenn die übrigen Gerätschaften gerade zu umständlich erscheinen. Und das in erster Linie zu Hause, wie bereits mehrere Umfragen bestätigt haben.

Gegen das Handy gewinnt ein Tablet mit seinem größeren Bildschirm, der nicht nur die Touch-Bedienung und Texteingabe erleichtert, sondern auch beim Betrachten von Fotos, Videos oder Websites mehr Freude bereit. Gegen ein Notebook setzt sich ein Tablet vor allem durch seine höhere Mobilität durch. Es ist schlichtweg viel leichter und der Akku hält bei gelegentlicher Nutzung tagelang durch. Da ein Tablet-PC im Gegensatz zum Computer in der Regel nie komplett ausgeschaltet wird, sondern immer im Standby verbleibt, ist er außerdem unmittelbar startklar: Perfekt, um auf der Couch mal eben etwas im Internet nachzuschlagen.

Apple und das iPad: Der Durchbruch für das Tablet

Denkt man an Tablets, kommt vielen zunächst das iPad in den Sinn. Zum Marktstart polarisierte es nicht nur dadurch, dass Apple alles, was für den eigentlichen Betrieb nicht unbedingt nötig ist, aus der Stückliste verbannte, sondern auch durch seinen für den Hersteller aus Cupertino unüblich niedrigen Preis von 499 Euro. Das Konzept, den Einstieg in die Tablet-Welt möglichst günstig zu gestalten, um im Nachhinein durch Zubehör und vor allem Apps und Inhalte mehr Geld zu verdienen, ging und geht immer noch auf.

iOS auf dem iPad

Das iPad nutzt – genau wie iPhone und iPod touch – iOS als Betriebssystem. Ob Filme, Serien-Highlights, Bücher, digitale Magazine oder Musik – dank iTunes-Integration und des reichhaltigen Angebots im App Store können iPad-Nutzer aus dem Vollen schöpfen – wenn auch das Angebot fürs iPhone noch größer ist. Zwar lassen sich auch iPhone-Tools auf dem iPad installieren, da sie aber auf das Smartphone-Display zugeschnitten sind, erscheinen sie auf dem Tablet entweder zu klein oder pixelig. Praktisch ist, dass sich der App Store nach Inhalten für das iPhone oder das iPad getrennt durchsuchen lässt.

App Store: Mehr Apps, mehr Restriktionen, mehr Sicherheit

Der App-Shop kann zudem über iTunes am Mac oder PC durchforstet werden. Was im Shop gelistet wird und somit, aus welchen Programmen der Kunde wählen kann, entscheidet Apple selbst. Gemäß den App Store Richtlinien werden Design und Inhalt unter die Lupe genommen und die Apps auf die Erfüllung der technischen Kriterien abgeklopft, um Anstößiges oder Schadhaftes herauszusieben. Das und die nötige, kostenpflichtige Mitgliedschaft im iOS Developer Program machen es Entwicklern schwerer, bedeuten für den Nutzer aber eine gewisse Sicherheit. Betriebssystem-Updates stellt Apple bei Verfügbarkeit automatisch für alle bereit.

Android-Tablets: Konkurrenz aus allen Richtungen

Dass eine neue Android-Version erschienen ist, heißt - anders als bei Apple - noch nicht, dass die Tablets auch alle mit dieser aktuellen Variante ausgeliefert oder auf diese aktualisiert werden. So sind bei Erscheinen einer neuen Android-Version auch stets noch Tablets mit älteren Ausgaben des Mobil-Betriebssystems im Verkauf. Updates erhalten Android-Nutzer in der Regel nicht so schnell wie Apple-Kunden. Ob eine neue Android-Version den Weg auf das Smartphone oder Tablet findet, hängt nicht nur von Google, sondern auch vom Hersteller ab. Mitunter gibt es eher neue Tablets als Updates, insbesondere Samsung hat eine Vielzahl von Geräten im Angebot. Wurde das Tablet mit einem Mobilfunkvertrag erworben, müssen Kunden sich auch der Update-Politik des Providers beugen, der ebenfalls Anpassungen der Software vornimmt. Ausmerzen lässt sich dieser Nachteil mit einem Gerät direkt von Google: dem Nexus. Die Nexus-Serie umfasst nicht nur Smartphones, sondern auch Tablets.

Käufer haben bei Android-Tablets die Qual der Wahl. Das macht den Tablet-Kauf zwar nicht einfacher, hat aber einen Vorteil: Es gibt Tablets in nahezu allen Preisklassen - vom Billigmodell bis hin zum Edel-Tablet. Günstige Tablets wie das Samsung Galaxy Tab 3 7.0 Lite bekommt man beim Preisvergleichsportal Idealo beispielsweise bereits ab 84,99 Euro. Der Hersteller hat aber durchaus auch erheblich teurere Android-Tablets im Portfolio. Die teureren Modelle bieten natürlich eine sehr viel bessere Ausstatung bei Display, Speicher und Prozessor. Wer jedoch keine hohen Ansprüche an einen Tablet stellt und diesen vor allem zum mobilen Surfen unterwegs nutzen möchte, kann durchaus auch zu einem günstigen Modell greifen.

Google Play

In Sachen Apps geht es bei Google lockerer zu als bei Apple. Der mittlerweile in Google Play umgetaufte Android Market liegt, wenn es um die Auswahl geht, auf dem zweiten Rang. Ein derart schnelles Wachstum wurde sicher auch durch die offenere Unternehmenspolitik erreicht. Entwickeln darf jeder, schädliche oder pornografische Inhalte sind zwar verboten, so strikt wie Apple scheint Google die Apps aber nicht zu prüfen. Schon mehrfach entfernte der Konzern in der Vergangenheit im Nachhinein schädliche Anwendungen aus dem Markt. Nutzer sollten daher einige Sicherheitstipps beherzigen und Apps vorab kontrollieren. Genau wie im App Store können die Programme nach Kategorien sortiert angezeigt oder per Suchfunktion ermittelt werden.

Bei Android-Geräten ist es außerdem wichtig, zu wissen: Nicht jedes Tablet ist automatisch für den Markt zertifiziert. Unter Umständen steht also nur eine wesentlich kleinere Auswahl von Apps in einem Ersatz-App-Shop bereit. Ob Google Play installiert ist oder nicht und ob auch die Google-eigenen Apps wie Maps & Co. verfügbar sind, wird am besten vor dem Kauf mit Hilfe der Herstellerangaben abgeklopft.

Mehr Flexibilität

Wer gerne den vollen Zugriff hat und Anpassungen selbst vornehmen möchte, der dürfte mit Android zufriedener sein als mit iOS. So gibt es Mittel und Wege, den Root-Zugriff freizuschalten, nur so lassen sich nämlich auf den meisten Android-Geräten bestimmte Apps nutzen und tiefergehende Eingriffe vornehmen, was natürlich auch Risiken birgt. Zunächst einmal erlischt durch das Freilegen des Roots die Garantie. Wer die Kontrolle über sein Android-System übernehmen möchte, sollte also genau wissen, was er tut.

Tablets mit Windows

In der Desktop-Welt hat Microsoft wohl die größte Programmauswahl, im Smartphone- und Tablet-Bereich sieht das noch anders aus. Windows unternimmt den Versuch, ein Desktop-Betriebssystem mit einer Touch-Oberfläche für Geräte wie All-in-One-PCs, Convertible-Notebooks und eben auch Tablets zu kombinieren. Der Vorteil von Windows-Tablets liegt auf der Hand: Sie eignen sich zum Arbeiten. Word-Dokumente und Präsentationen lassen sich ohne Umwege oder Apps anzeigen und bearbeiten. Microsoft ist von seinem neuen Konzept so überzeugt, dass zum Start von Windows 8 sogar Hardware aus dem eigenen Hause erschien: Microsoft Surface nennt sich die Gerätefamilie.

Mobiles System und Desktop-Version wachsen immer weiter zusammen und sollen mit Windows 10 ganz verschmelzen. Zuvor hatte Microsoft mehrere Versionen seiner Tablet-Software angeboten.

WebOS, BlackBerry OS und MeeGo

Nur unter "ferner liefen" zu verbuchen sind die übrigen Tablet-Systeme: WebOS, das Smartphone-OS, das der PC-Hersteller HP durch die Übernahme des Handheld-Anbieters Palm erworben hat, das BlackBerry Tablet OS auf dem PlayBook oder MeeGo, das quelloffene, Linux-basierte Betriebssystem, das aus Intels Moblin und Nokias Maemo hervorgegangen ist. Besitzer eines PlayBooks können über die "Blackberry App World" aus Tausenden Apps wählen. Ein bekanntes Gerät, dessen OS sich auf MeeGo stützt, ist das WeTab. Nachdem MeeGo im Mai 2011 aktualisiert wurde, bekundeten zunächst einige Hersteller aus Asien Unterstützung, zur Computex im Juni vergangenen Jahres folgte dann Asus und stellte den Eee PC X101 Hybrid-Rechner mit Windows 7 und MeeGo vor. Dennoch nahm das System nicht an Fahrt auf und im September 2011 ging MeeGo in das von der Linux Foundation betriebene Open-Source-Projekt Tizen über. Ein erstes Smartphone auf MeeGo-Basis hat Jolla vorgestellt: Das gestenbasierte Mobil-Betriebssystem nennt sich Sailfish OS.

Tablet-Kaufberatung: Was ist bei der Ausstattung wichtig?

  • Display-Größe und Auflösung

    Tablet-Displays reichen in der Regel von 5 Zoll, was knapp über Smartphones liegt, bis zu 10 Zoll, wie es später bei Netbooks üblich war. Es kommen jedoch auch immer mehr besonders große Tablets auf den Markt, die wiederum eine Brücke zum Notebook oder sogar All-in-One-PC schlagen. Welche Bildschirmgröße am besten zum Nutzer passt, hängt wieder einmal davon ab, wofür das Tablet in erster Linie genutzt wird.

    Als digitaler Bilderrahmen und mobiler Videoplayer macht ein 10-Zoll-Gerät sicher die bessere Figur als ein handliches 7-Zoll-Gerät, das eher zum Lesen geeignet ist. Wichtiger als die reine Größe ist die Auflösung. Je höher sie ist (bezogen auf die Displaygröße), desto schärfer ist das Bild. Sollen HD-Videos in 720p nicht nur abgespielt, sondern auch in ihrer hohen Auflösung angezeigt werden, muss die Auflösung dies zulassen. Mittlerweile ist eine Vielzahl an Geräten mit HD-, Full-HD-Auflösung oder sogar noch schärferem Display erhältlich – bei Apple, aber auch mit Android und Windows.

  • Lesen auf dem Tablet

    Auch Nutzer, die E-Books auf dem Tablet PC lesen möchten, sollten dem Bildschirm besondere Beachtung schenken. Entspiegelt sind die Displays in der Regel nicht, so angenehm wie auf einem ausgewiesenen E-Book-Reader ist das Leseerlebnis im Freien daher nicht. Die deutlich kürzere Akkulaufzeit der Tablets sollte auch berücksichtigt werden, ist aber ein anderes Thema. Trotzdem gibt es Abstufungen; manche Tablets spiegeln mehr, andere weniger. Gerade die sehr günstigen Modelle fallen oftmals durch kleine Blickwinkel auf, während IPS-Panel im Gegensatz dazu mit großer Blickwinkelstabilität punkten. In der Praxis bleibt die Anzeige dann auch gut lesbar, wenn das Gerät geneigt wird.

    Ein Vorteil gegenüber E-Book-Lesegeräten sind die Farb-Displays. Nur so macht das Lesen von Magazinen und Comics wirklich Spaß. Die großen App-Shops haben alle ein reiches Bücherangebot. Eine Online-Ausleihe digitaler Medien lässt sich übrigens mit der Onleihe erledigen: Wer über einen Büchereiausweis einer der teilnehmenden Bibliotheken verfügt, kann sich kostenlos Magazine, Bücher, Hörbücher und andere Inhalte auf den PC oder eben einen Reader oder ein Tablet laden. Die App ist im App Store von Apple und über Google Play erhältlich.

  • Hardware-Leistung

    Ein Knackpunkt auf dem Weg zum richtigen Tablet-PC: Die Hardware. Was genau im Tablet steckt, ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn eine hohe Leistung erwartet wird. HD- oder Full-HD-Filme können die meisten Tablets abspielen, wenn es sich nicht gerade um extrem günstige oder veraltete Modelle handelt. Kniffelig wird es bei Spielen, hier ist ein Blick auf die verbauten Komponenten unersetzlich.

    Die Tablet-PCs der ersten Generation arbeiten mit Einkern-Prozessoren wie dem Apple A4, ARM-, Atom- oder Qualcomm-CPUs, die damals für viele Nutzungsszenarien ausreichten. Es folgten Dual-Core-Tablets und später Quad-Core- und Octa-Core-Exemplare. Die Mehrkern-Tablets sorgen für ein flotteres Surferlebnis und können schneller zwischen Apps hin- und herschalten. Wie bei einem Desktop-Computer oder Notebook sollte auch ein Blick auf den Arbeitsspeicher geworfen werden: Je mehr, desto besser. Aktuelle Tablets der Oberklasse liefern bereits 3 Gigabyte oder mehr.

  • Speicherplatz und Kartenleser

    Herkömmliche SATA-Festplatten stecken eher in Tablet-PCs, die sich per Tastatur-Cover oder -Dock auch als Notebook nutzen lassen. Um das Gewicht nicht zu stark ansteigen zu lassen, dient aber oftmals gegenüber Stößen unempfindlicherer und leichterer Flashspeicher als Massenspeicher. Im Gegenzug ist Flashspeicher aber auch teurer, weshalb bei Flash-Tablets häufig bei 64 Gigabyte (GB) Schluss ist. Die meisten Tablets liefern 16 bis 32 GB Platz für die Daten. Doch Windows 8 spülte noch eine weitere Kategorie an: Convertibles mit SSDs mit 128 oder 256 GB.

    Wurde zu knapp kalkuliert und reicht der Speicherplatz im Nachhinein doch nicht aus, kann nur ein Speicherkartenleser Abhilfe schaffen. Wer auf diesem Weg entsprechend nachlegen oder seine in der Digitalkamera genutzte Karte am liebsten direkt im Tablet auslesen möchte, sollte vor dem Kauf auf die Kompatibilität achten: Einen Multi-Kartenleser, der verschiedenste Speicherkarten unterstützt, ist nur in wenigen Fällen vorhanden. Meistens handelt es sich um Slots für SD- oder micro-SD-Karten, wie sie in Handys und Smartphones Verwendung finden. Doch nicht alle Tablets verfügen über einen Kartenschacht. Ausgeschlossen ist die Verwendung der kleinen Flash-Karten dann zwar nicht, allerdings muss gegen einen Aufpreis Zubehör angeschafft werden.

  • Schnittstellen
    Während so manches Tablet ähnlich kontaktfreudig ist wie ein Notebook, beschränken sich andere auf HDMI- und USB-Ports im Mini-Format. Besonders karg sind die iPads bestückt: Alles, was über einen simplen Kopfhörer hinausgeht, will per Adapter angeschlossen werden. Einige Artikel, wie der Digital AV-Adapter mit HDMI, sind beispielsweise sowohl zum iPad als auch zum iPhone und iPod touch kompatibel. Allerdings hat Apple mit dem Wechsel auf die iPad-Generation 4 und das iPad mini die Anschlussbuchse geändert; seitdem wird der "Lightning"-Port anstelle des 30-Pin-Konnektors verbaut.
  • Internetzugang
    WLAN-Unterstützung ist bei Tablet-PCs selbstverständlich, anders sieht es mit UMTS, HSDPA oder LTE aus. Wer ohnehin nur zuhause auf der Couch das Internet nutzen möchte, kommt mit einem WLAN-only-Modell aus. Sind aber auch Einsätze unterwegs und im Urlaub angedacht, wo nicht zwangsläufig ein WLAN-Zugang bereitsteht, muss eine andere Lösung her. Ein Tablet mit USB-Anschluss ließe sich mit einem Surfstick für mobilen Datenverkehr aufrüsten, alternativ wäre – wenn Handy und Mobilfunk-Provider beziehungsweise Tarif mitspielen – Tethering möglich. Wer nicht über das passende Equipment verfügt oder nicht mit seinem Smartphone hantieren möchte, greift besser gleich zum Tablet mit integriertem Mobilfunkmodul.
  • Kameras

    Ein Extra, das nicht jeder Tablet PC zu bieten hat, ist eine Kamera. Das erste iPad kam zum Beispiel komplett ohne Kameras aus und manche Tablets bieten auch jetzt noch lediglich eine Webcam für Videochats. Dafür sind sie dann auch besonders günstig. Der Trend geht allerdings zu zwei Linsen: Dann lässt sich das Tablet auch zum Aufnehmen von Fotos oder Videos nutzen. Manche Geräte bieten sogar ein LED-Blitzlicht. Stimmt dann noch die Qualität der rückwärtigen Kamera, sind durchaus hübsche Schnappschüsse möglich. Auch HD- oder Full-HD-Videos sind keine Seltenheit mehr.

    Die erstellten Videos oder Fotos lassen sich am Tablet nicht nur in sozialen Netzwerken teilen, sondern mittlerweile auch ohne gesonderte Foto-App direkt am Gerät bearbeiten. Ob Schärfen, Zurechtschneiden oder mit einem Filter aufhübschen - die ab Werk zur Verfügung stehende Optionspalette wächst regelmäßig. Abschließend muss noch hinzugefügt werden, dass das Filmen und Fotografieren mit einem Tablet anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist. Gerade die 10-Zöller sind weniger handlich und schwer und das Auslösen per Touchscreen ist nicht jedermanns Sache. Je nach Modell kann dafür aber auch eine der Tasten zweckentfremdet werden.

  • Akkulaufzeit
    Wie lange ein Tablet ohne Netzstecker und Steckdose betrieben werden kann, hängt nicht nur mit dem Betriebssystem, sondern auch mit der verbauten Hardware und Display-Größe zusammen. Den vielfach zitierten kompletten Arbeitstag, sprich, rund 8 Stunden, halten die Tablets je nach Variante mittlerweile schon durch. Tablets auf Basis von iOS oder Android bringt es beim Surfen auf bis zu 10 Stunden. Wird das Tablet nur sporadisch genutzt und immer wieder in den Standby-Modus versetzt, bietet es wie ein Handy eine Bereitschaftszeit von mehreren Tagen oder Wochen. Kombi-Produkte mit zusätzlichem Akku in der Tastatur wie die Transformer-Geräte von Asus oder auch Windows-Convertibles schaffen noch mehr.
  • Zubehör

    Ob nun Windows, Android oder iOS: Wer den Tablet-PC tatsächlich als Alternative zum Notebook betrachtet, muss oftmals Einbußen hinnehmen. Auch wenn das Display mehr als 9 Zoll misst und der Touchscreen einwandfrei auf Eingaben reagiert, ist das Schreibgefühl schlichtweg nicht mit der Tastaturnutzung zu vergleichen. Wer regelmäßig lange Texte tippen muss oder möchte, dürfte mit der On-Screen-Tastatur auf die Dauer nicht auskommen.

    Oftmals lässt sie sich aber durch ein physisches Exemplar ersetzen: Microsoft hat eine ganze Welle an interessanten Modellen hervorgebracht, die sich sowohl als Tablet als auch als Laptop nutzen lassen. Manchmal sind Tastatur und Display fest miteinander verbunden und zum Beispiel drehbar, manchmal sind die Teile aber auch trennbar. Das spart natürlich Gewicht. Herkömmliche Tablets, die ohne Tastatur ausgeliefert wurden, können durch Bluetooth-Zubehör erweitert werden. Nicht nur die Hersteller vertreiben passende Tastaturen, auch Drittanbieter sind auf den Zug aufgesprungen und verkaufen Zubehör für das iPad und Android-Geräte, wie Tastaturen und Lautsprecher.

Nicht zu vergessen: Der Preis des Tablets

Auch der Preis ist natürlich ein wichtiges Argument. Preislich bewegen sich die Tablet PCs zwischen rund 100 und mehr als 1.000 Euro. Die teuersten Geräte ersetzen dann in der Regel auch gleich ein Notebook. Wer sich für ein Tablet mit UMTS-Modul interessiert und zusätzlich einen mobilen Datentarif sucht, für den kann es sich lohnen, die Bundle-Angebote der Mobilfunker mit in den Preisvergleich einzubeziehen.

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