Symbian
Nokia 808 PureView© Nokia

Symbian: Handy-OS mit vielen Gesichtern

Symbian war einst ein äußerst beliebtes Smartphone-System, das von Nokia entwickelt wurde. Seit dem Umstieg Nokias auf Windows Phone ist Symbian fast aus dem Markt verschwunden. Das letzte Smartphone mit Symbian ist das Nokia Pure View 808 aus dem Jahr 2012.

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Das Handy-Betriebssystem Symbian hat seine Ursprünge in einem 1998 gegründeten gleichnamigen Konsortium der Mobilfunkunternehmen Ericsson, Motorola, Nokia und Psion. Die Symbian Ltd. wurde zehn Jahre später vollständig durch Nokia übernommen und sukzessive in eine gemeinnützige Organisation, die Symbian Foundation, überführt. Diese erklärte Symbian im Februar 2010 offiziell zur Open Source-Lösung.

Symbian: Ein System, viele Versionen

Im November des gleichen Jahres erfolgte allerdings erneut eine Richtungsänderung. Nachdem Samsung und Sony Ericsson ihre Abkehr von Symbian verkündet hatten, übernahm Nokia zunächst allein die Verantwortung für die Geschicke des Betriebssystems. Die mit der Veröffentlichung des Quellcodes erhoffte Stärkung der Plattform gegenüber den zahlreichen Konkurrenzsystemen im Smartphone-Bereich war nicht eingetreten - Symbian verlor weiterhin kontinuierlich Marktanteile. Auch die Entwickler neuer Handy-Software zeigten nicht das erwartete Interesse. Anfang 2013 gab dann auch Nokia bekannt, keine weiteren Handys mit Symbian mehr herstellen zu wollen. Schon beim Nokia Pure View aus dem Jahr 2012 verwunderte viele der Einsatz des schon tot geglaubten Systems.

Symbian ist nicht gleich Symbian

Es existieren verschiedene Versionen des Systems - jede ist für eine bestimmte Ausstattung und spezifische Funktionalität optimiert. Die Namen der letzten Symbian-Versionen waren "Symbian Anna" und "Belle". Populär ist zudem die "S60"-Plattform, die bei Nokia in vielen einfacheren Touchscreen-Geräten Anwendung findet. Series 20 oder 30, im Niedrigpreissegment zu finden, basieren dagegen nicht auf Symbian.

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