Studentenfutter, Studentenbude, Studentenparty... der vorangestellte Student gibt vielen Begriffen einen nicht sonderlich positiven Nachklang. Die Studentenbude wird mit neun Quadratmetern Wohnraum inklusive Duschbad assoziiert, Studentenfutter wird in anderen Ländern an Schweine verfüttert und die Studentenparty ist häufig ein Hort günstig eingekaufter "Superhits der 80er".
Sparen mit Studententarifen
Ganz anders der Studententarif: Hier spitzen nicht nur studentische Sparfüchse die Ohren. Wo gibt es den preiswertesten Bildungstarif? Welcher Mobilfunk-Anbieter bietet konkret was für's Geld? Studieren ist schon teuer genug, auf ein Handy können die Wenigsten verzichten, deshalb spart der Studenten-Tarif nicht selten bares Geld.
Die vier deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber bieten einen oder sogar mehrere Rabatte für Studenten an. Dabei sind die Tarife identisch mit denen für Nicht-Studenten, Gesprächsminuten kosten in der Regel das Gleiche wie bei den normalen Angeboten der Anbieter. In Sachen Grundgebühr oder Extras können Studenten aber den ein oder anderen Euro gegenüber dem Standard-Tarif sparen.
Nicht nur für Studenten
Studententarife sind jedoch nicht ausschließlich für Studenten gedacht: Auch Schüler, Auszubildende, Wehr- und Zivildienstleistende, sowie für Schwerbehinderte, also Menschen mit körperlicher Behinderung jenseits der 50 Prozent können die Sonderkonditionen nutzen. Alle Gruppen, egal ob Schüler, Student oder Wehrdienstleistender müssen über einen entsprechenden Ausweis verfügen, um von den Mobilfunkern als Nutznießer der Studentenrabatte akzeptiert zu werden.
Vorab gilt festzuhalten: Eine Entscheidung für einen bestimmten Mobilfunk-Anbieter sollte auch bei Studenten-Tarifen anhand des eigenen Bekanntenkreises erfolgen und nicht anhand des Spar-Potentials. Welche Mobilfunk-Tarife nutzt die Freundin, welchen nutzt der engste Freundeskreis und die Verwandtschaft? Auch nicht zu vernachlässigen ist eine Überlegung, wie viel mit den entsprechenden Personen telefoniert wird. Viele Mobilfunk-Anbieter bieten innerhalb des eigenen Netzes günstige Minutenpreise an, Gespräche in andere Netze hingegen sind vergleichsweise teuer. Der Kostenvorteil eines Studenten-Tarifs kann auf diese Weise schnell aufgefressen werden.
Ebenfalls nicht zu verachten: Auch bei Studenten-Tarifen rechnen die Anbieter die erste Minute voll ab – gerade junge Leute führen jedoch eher zahlreiche kurze als wenige lange Gespräche. Freiminuten-Kontingente werden auf diese Weise schnell verbraten. Wesentlich mehr Spar-Potential steckt für Schnell-Telefonierer also im Upgrade auf die 10/10-Taktung, in der schon die erste Minute im 10-Sekunden-Takt abgerechnet wird. Dann werden auch Anrufe, die eine Mailbox oder ein Anrufbeantworter im Festnetz entgegennimmt, nicht allzu teuer.