Das Versorgungsgebiet eines Mobilfunknetzes ist in viele Funkzellen
aufgeteilt, deren Größe stark variieren kann. Eine Makrozelle hat in der
Regel einen Durchmesser von wenigen Kilometern. In schlecht versorgten
Gebieten werden die Zellen aber auch verkleinert, um z.B. einzelne
Täler zu erschließen. Diese Pikozellen haben einen Durchmesser von
etwa einem Kilometer.
In Großstädten tritt neben den Funkschatten von hohen Gebäuden noch ein
weiteres Problem auf: Eine Funkzelle kann nur eine begrenzte Anzahl an
Geräten versorgen, so dass die Mikrozellen in den Innenstädten nur
wenige hundert Meter groß sind.
Da es in den D-Netzen in Ballungsgebieten sowie bei besonderen
Ereignissen wie Jahreswechsel oder Großveranstaltungen immer wieder zu
Engpässen kommt, haben T-Mobile und Vodafone D2 im Herbst 1999
zusätzliche Frequenzen im 1800er Frequenzband ersteigert.
Dualbandhandys buchen sich seitdem bevorzugt in das 1800er-Netz ein,
wenn die Sendemasten einer Funkzelle beide Frequenzbereiche
unterstützen. Von diesem Handover in die andere Frequenz bemerken Sie
als Kunde aber nichts.
Basisstationen
Zu jeder Funkzelle gehört eine Basisstation oder Base Transceiver
Station (BTS), deren Sendemast bis 100 Meter hoch sein kann. Von dieser
Höhe, den Ausbreitungsbedingungen der Funkwellen (Luftfeuchtigkeit,
Geografie) und der benötigten Leitungskapazität hängt es ab, wie groß
die Funkzelle sein kann. In Städten finden sich die Sendemasten auch
oft auf hohen Gebäuden oder in Kirchtürmen.
Eine Basisstation kann drei Funkzellen gleichzeitig versorgen. Die BTS
steht dann an dem Punkt, an dem die drei Funkzellen sich treffen, also
jeweils in den Ecken der Funkzellen. Auf dem Sendemast sind dann drei
Antennenanlagen angebracht, die nur in einen Sektor von ungefähr 120
Grad funken.
Ein Base Station Controller (BSC) verwaltet mehrere Base Transceiver
Stations (BTS) und sorgt für die korrekte Weitergabe der Daten zwischen
der Funkzelle und dem übergeordneten Netz.