Um mit dem Handy jederzeit und überall telefonieren zu können, ist ein
viel komplexeres Netz zu unterhalten als ein Festnetz. Denn das
Mobilfunknetz muss jederzeit wissen, in welcher Funkzelle Sie sich
aufhalten, falls ein Anruf für Sie eintreffen sollte. Bei Ihrem Telefon
zuhause ist es dagegen selbstverständlich, dass es stets an der selben
Vermittlungsstelle hängt.
Gleichzeitig muss auch klargestellt sein, dass Sie wirklich der sind,
für den Sie sich ausgeben. Schließlich soll ja niemand mit Ihrer
Identität oder auf Ihre Kosten telefonieren können. Im Festnetz ist
Ihr Telefon mit dem Netz fest verdrahtet. In einem Mobilfunknetz weist
Sie Ihre SIM-Karte aus.
Im Wandel zu Datennetzen
Heutige Mobilfunknetze nach dem GSM-Standard sind ursprünglich für die
Übertragung von Sprache konzipiert worden und werden daher bald an
ihre Grenzen stoßen, wenn der Datenverkehr immer wichtiger wird. Neue
Datentechniken wie GPRS und HSCSD sind in einigen Netzen bereits
implementiert. Ein völlig neu konstruiertes UMTS steht schon in den
Startlöchern.
Bisher waren lediglich zwei Prozent der Verbindungen
Datenübertragungen, der Rest Sprachtelefonie. Das Volumen der
Sprachverbindungen wird zukünftig pro Person in etwa gleich bleiben,
die Datenübertragungen jedoch enorm zunehmen.