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LTE Ausbau – die Mobilfunker auf dem Weg ins 4G-Zeitalter

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Als Nachfolger von UMTS gilt der Mobilfunkstandard Long Term Evolution, kurz LTE. Zwar findet mobiles Internet bereits mit UMTS eine immer stärkere Verbreitung, mit LTE soll der Internetzugang für unterwegs aber endgültig im Massenmarkt ankommen. Die Chancen stehen gut: LTE ist zu den bestehenden Handynetzen abwärtskompatibel und zeichnet sich durch noch höhere Transferraten aus. Kein Wunder, dass die Mobilfunknetzbetreiber den LTE Ausbau vorantreiben.

E-Plus konnte sich keine Frequenzen sichern

Im Jahr 2000 wurden die Lizenzen für UMTS, den Mobilfunkstandard der dritten Generation (3G), versteigert. 10 Jahre später wurde der Grundstein für den LTE Ausbau und somit die vierte Generation (4G) gelegt: Im Mai 2010 bot die Bundesnetzagentur Rundfunk-Frequenzen im Bereich von 800 Megahertz an, über die aber nicht nur Handy-Nutzer unterwegs, sondern insbesondere Bewohner ländlicher Gegenden mit Hochgeschwindigkeits-Internet versorgt werden sollen. Die Lizenzauflagen der Bundesnetzagentur sehen vor, dass zunächst 90 Prozent der DSL-Lücken eines Bundeslandes (die sogenannten "weißen Flecken") geschlossen werden müssen. Erst danach schreitet der LTE-Ausbau auch in größeren Städten voran. Wer baut das Netz eigentlich aus? Die Mobilfunknetzbetreiber Telekom, Vodafone und o2 konnten sich Blöcke in LTE-Frequenzbereich sichern; nur E-Plus ging leer bei der Auktion aus.

LTE Ausbau bei der Telekom

Der LTE Ausbau der Deutschen Telekom geht Hand in Hand mit der Schließung der DSL-Lücken. Für das Jahresende 2010 setzte sich der Bonner Konzern rund 500 LTE-Stationen als Ziel, Pilottests zur Erprobung der Internetverbindungen via LTE laufen bereits. Unter anderem sind Standorte in Regionen in Niedersachsen, Brandenburg, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz in Betrieb. Die ersten LTE-Tarife der Telekom sollen im April starten, die Zahl der 4G-Stationen soll dann bei rund 750 Standorten liegen. Insgesamt will der Telekommunikationsriese in diesem Jahr weitere 1.000 Orte ans LTE-Netz anschließen. Über den derzeitigen Stand des Ausbaus informiert die Telekom auf der Seite www.telekom.de/4g.

Vodafone will bis März mehr als 1.500 LTE-Standorte betreiben

Auch Konkurrent Vodafone hält Interessenten auf einer eigenen Website über den aktuellen LTE Ausbau auf dem Laufenden. Unter www.turbo-internet.de informiert der Netzbetreiber über die Technik und berichtet Neuigkeiten zur Inbetriebnahme. Seinen ersten kommerziellen LTE-Standort startete Vodafone im September im Seebad Heiligendamm an der Ostsee, Ende Oktober unterhielt Vodafone bereits in fünf Bundesländern LTE-Standorte. Bis Ende März soll sich der LTE Ausbau auf 1.500 Standorte erstrecken, bis zum Jahresende 2011 plant Vodafone die DSL-Lücken in Deutschland komplett geschlossen zu haben. Auch beim Hardware-Verkauf ist der Anfang gemacht: Im Dezember begann das Unternehmen mit dem Vertrieb der ersten LTE Surfsticks für Geschwindigkeiten von mindestens 3 Megabit pro Sekunde.

Seit 2011 kommerzieller LTE Ausbau bei o2

Auch Telefónica o2 nahm den LTE Ausbau bereits im vergangenen Jahr in Angriff und bietet – genau wie Vodafone – eine Anlaufstelle im Internet. Wer sich auf www.o2online.de/goto/lte umschaut, erfährt unter anderem, dass o2 den Vorgaben der Bundesnetzagentur entsprechend das LTE-Netz zunächst in ländlichen Gebieten ausbaut. Die ersten Pilottests in München, Ebersberg, Halle und Teutschenthal laufen bei o2 seit September, mit dem kommerziellen Ausbau seines LTE-Netzes hat o2 Anfang 2011 begonnen. Im ersten Halbjahr dieses Jahres sollen dann auch die ersten Tarife für Endkunden starten.

E-Plus kann sich ohne 800-Megahertz-Frequenzen nicht am LTE Ausbau beteiligen, will jedoch andere Frequenzen für mobile Breitband-Dienste und schnelleres Internet auf dem Handy oder Smartphone nutzen.

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