Eine revolutionär neue Technik ist i-mode nicht. Ursprünglich in Japan
für das dortige PDC-Netz entwickelt, setzt es als Protokoll auf einem
paketvermittelten Netz auf. Mit der Einführung von GPRS in Europa lag
nun auch die Einführung von i-mode nahe.
Dank GPRS ist man mit i-mode immer online. Das funktioniert mit WAP
über GPRS auch. Die Konkurrenz von i-mode und WAP wird deshalb auch
bald ein Ende haben. Beide Techniken sollen im gemeinsamen
WAP-Standard 2.0 aufgehen. Der i-mode-Erfinder NTTdocomo ist
jedenfalls ein wesentlicher Antreiber im WAP-Forum.
Vorstufe zu UMTS-Diensten

Beide Dienste nutzen bereits jetzt HTML-ähnliche
Auszeichnungssprachen. Aus der Wireless Markup Language (WML), die
WAP-Seiten beschreibt, wird demnächst XHTML werden. Aber auch das von
i-mode genutzte iHTML soll in XHTML aufgehen. E-Plus erweckt den
Anschein, als ob dann nur ein Schalter umgelegt werden müsse und man
sei im WAP-Standard 2.0 angekommen. Wenn dies stimmt, wäre es ein
nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil.
So sehr dem Kunden aber bereits jetzt i-mode ans Herz gelegt wird,
darf es nicht darüber hinwegtäuschen, dass dies nur die Aufwärmphase
für UMTS ist. Denn i-mode benötigt lediglich ein paketvermitteltes
Netz, ob dies GPRS oder UMTS heißt, ist egal. In Japan läuft bereits
der i-mode-Dienst FOMA über UMTS. Es gilt also: Je höher die
Bandbreite, desto besser.