Mit dem Handy ins Internet zu gehen, kann ganz schön langweilig sein.
Bei lediglich 9,6 kbit/s tröpfeln die Daten nur durch die Leitung. Die
neue Technik HSCSD erreicht dagegen durch Kanalbündelung eine
Datenübertragung von bis zu 43,2 kbit/s. Später werden sogar bis zu
57,6 kbit/s möglich sein. Das sind Geschwindigkeiten, die Sie durchaus
von Ihrem Festnetzanschluss her kennen. Allerdings sind neue Endgeräte
erforderlich, meist PC-Karten für den Laptop.
Momentan wird HSCSD nur von zwei Netzbetreibern angeboten: von E-Plus
und von Vodafone D2. Der Markterfolg von HSCSD ist aber umstritten.
T-Mobile und O
2 setzen dagegen allein auf GPRS.
Der Vorteil von HSCSD gegenüber GPRS liegt in der konstanten
Datenrate. Ihnen steht die komplette Bandbreite der gebündelten Kanäle
zur Verfügung, während sich alle Teilnehmer einer Funkzelle diese bei
GPRS untereinander teilen müssen. Allerdings haben auch bei HSCSD
Sprachkanäle Priorität. Wenn der Nachbar im Zug seiner Liebsten die
Verspätung mitteilen will, wird Ihnen unter Umständen ein
'Daten'-Kanal weggenommen.