Kosten sparen durch Tarifwechsel

Handyvertrag wechseln: Neue Handytarife sind meist günstiger

Mobilfunkkunden, die jahrelang den gleichen Tarif nutzen, können bei einem Wechsel zu einem aktuellen Tarif meist erheblich sparen. Sie erhalten beispielsweise mehr Leistung zum gleichen Preis oder zahlen monatlich weniger. Wir zeigen, was beim Vergleich der Handytarife und beim Wechsel des Handyvertrags zu beachten ist.

MobilfunkvertragMit dem Wechsel zu einem aktuellen Handytarif lässt sich oft einiges sparen.© Dan Race / Fotolia.com

Leipzig - Jahrelange Treue zahlt sich nicht aus - zumindest beim Mobilfunkvertrag. Wer etwa seit einem Jahrzehnt denselben Tarif nutzt, sollte über einen Wechsel des Handyvertrags nachdenken und Angebote vergleichen, rät die Verbraucherzentrale Sachsen. Viele alte Tarife seien inzwischen zu teuer. Neue Verträge seien meist entweder günstiger oder böten mehr Leistungen zum vergleichbaren Preis.

Vor Wechsel des Handyvertrags: Eigenes Nutzungsverhalten analysieren

Um Angebote vergleichen und einen neuen Vertrag finden zu können, muss man erst einmal sein eigenes Nutzungsverhalten analysieren. Anhand einiger Monatsrechnungen ist leicht auszurechnen, wie viele Minuten man im monatlichen Mittel typischerweise telefoniert, wie viele Kurznachrichten man schreibt und wie viele Megabyte Daten man versurft. Bei der Angebotsrecherche sind das Internet und die Tarifrechner auf Vergleichsseiten hilfreich.

Handyvertrag wechseln: Vertragsabschluss per Internet bringt Vorteile

Bevor man einen Handyvertrag wechselt und einen neuen Vertrag endgültig abschließt, sollte man sich die Zeit nehmen, die jeweiligen Tarifbestimmungen, die zubuchbaren Optionen und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) durchzulesen. Und nicht nur aus diesem Grund ist der Vertragsabschluss per Internet vorteilhaft: Wer online abschließt, kann den Vertrag - wie auch bei Bestellungen per Post oder Telefon - innerhalb von 14 Tagen widerrufen, so die Verbraucherschützer. Wer dagegen im Handyshop abschließt und im Nachhinein feststellt, dass etwas nicht passt, sei auf die Kulanz des Händlers angewiesen.

Handyvertrag kündigen

Vor dem Abschluss eines neuen steht natürlich die Kündigung des bestehenden Vertrages: Wer sie nicht ohnehin schon kennt, muss die Restlaufzeit und die Kündigungsfrist seines Altvertrags prüfen. Denn nichts ist der Verbraucherzentrale zufolge ärgerlicher, als die Frist knapp zu verpassen und am Ende für zwei Verträge zahlen zu müssen.

Wer von der Kündigungsfrist noch wochenlang entfernt ist, kann auch erst einmal per E-Mail, Fax oder Brief kündigen, je nachdem, welchen Weg der Anbieter in den AGB verlangt, und die Kündigungsbestätigung abwarten. Bleiben dagegen nur noch wenige Tage Zeit, bietet ein Einschreiben mit Rückschein die größte Sicherheit, dass die Kündigung fristgemäß eingegangen ist. Die Zustelladresse des Anbieters ist entweder in den Vertragsunterlagen zu finden. Ansonsten muss die Anschrift den Angaben zufolge zumindest im Impressum der Internetseite des Providers angegeben sein.

Verbraucherzentrale warnt: Vertragskündigung vormerken lassen hat Tücken

Manche Handyprovider bieten im Online-Kundenportal auch die Möglichkeit, eine Vertragskündigung vormerken zu lassen. Das klingt einfach und komfortabel, ist es aber nicht, warnt die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein. Denn anschließend wird der Kunde aufgefordert, beim Provider anzurufen, um die vorangemeldete Kündigung telefonisch zu bestätigen. So sichert sich der Anbieter die Chance, doch noch die Verlängerung des bestehenden Vertrages oder zumindest das Bleiben des Kunden zu erreichen.

Wer nicht schon in der Warteschleife wieder auflege, lasse sich dann vielleicht im anschließenden Gespräch überreden, doch beim Anbieter zu bleiben, erklären die Verbraucherschützer. Denn der Mitarbeiter am anderen Ende der Leitung präsentiere mit Sicherheit neue Angebote - für jeden, der schon zu dem Ergebnis gekommen ist, dass sein Vertrag zu teuer und ein anderer Anbieter für ihn attraktiver ist, erschwere das die Kündigung unnötig.

Rechtzeitig Antrag auf Rufnummernportierung stellen

Wer seine Handynummer behalten möchte, sollte beim neuen Anbieter rechtzeitig einen Antrag auf Rufnummernportierung stellen. Die Mitnahme der Nummer ist nur bis 30 Tage nach Vertragsende beim alten Anbieter möglich und kann bis zu 30 Euro kosten. Häufig gibt es für Wechsler, die ihre Rufnummer mitnehmen aber eine Gutschrift in ähnlicher Höhe beim neuen Anbieter. Die Daten im Portierungsantrag müssen übrigens mit den Vertragsdaten beim Altanbieter exakt übereinstimmen, damit Nummer und Besitzer eindeutig zugeordnet werden können, und die Mitnahme nicht womöglich scheitert.

Günstige Handytarife finden

Jörg Schamberg / Quelle: DPA

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