Das Fussball-Spiel auf dem Handy anschauen. Dies ermöglicht das mobile TV auf dem Handy-Display. Die Planungen für Handy-TV kommen in Deutschland aber nur schleppend voran. Während etwa in einigen deutschen Nachbarstaaten wie Österreich, der Schweiz, Italien oder in den Niederlanden der Standard DVB-H (Digitales Video-Broadcasting für Handhelds) schon im Regelbetrieb läuft, ist der erste Anlauf in Deutschland im Jahr 2008 gescheitert. Das Betreiberkonsortium Mobile 3.0 gab die DVB-H Versuchslizenzen Ende 2008 zurück. Es war nicht gelungen Mobilfunknetzbetreiber und Marketingpartner einzubinden. Im Frühjahr 2010 wird über einen Neustart von DVB-H entschieden. Dieser soll aber nur erfolgen wenn der Markt Interesse an Handy TV zeige. Ein Regelbetrieb ist zunächst auf 10 Jahre ausgelegt.
Handy TV: DVB-H, DBV-T oder on Demand
Entsprechende Handy Neuheiten für Handy TV sind aber bereits auf dem Markt. Von Nokia kommt etwa das Nokia 5330 Mobile TV, ein DVB-H Handy, das allerdings nur in den Niederlanden, der Schweiz und in Italien nutzbar sein wird. Eine Alternative zu DVB-H, die in der Praxis auch in Deutschland verfügbar ist, stellt DVB-T dar. Hier hatte etwa LG im August 2008 das Handy LG KB770 mit integrierter DVB-T Antenne vorgestellt. Aber auch ohne DVB-T Empfänger kann TV auf dem Handy angeschaut werden. Im Sommer 2009 hatte etwa E-Plus eine Kooperation mit dem Handy-TV-Anbieter dailyme.tv gestartet. Dailyme.tv ist ein Video-on-Demand-Dienst, bei dem die Inhalte zunächst auf das Handy heruntergeladen werden müssen und sich dann auf dem Display des Smartphones anschauen lassen.
Mobilfunk-Experten rechnen trotz der Rückschläge in Deutschland mit einem Durchbruch des Handy TV bis spätestens 2015. Dafür müsse das mobile TV den Kunden aber einen echten Mehrwert liefern. Ein Erfolgsweg könnte ein Mix aus konventionellen TV-Angeboten und interaktiven Angeboten sein.