Ratgeber

Tipps und Tricks zur Handynutzung im Ausland

Die Sommerferien stehen vor der Tür und viele Mobilfunk-Kunden nehmen auch ihr Handy mit in den Urlaub. Roaming, eingeschaltete Mailbox oder MMS können aber schnell zur Kostenfalle werden.

SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com
Nach und nach beginnen in den kommenden Wochen in den einzelnen Bundesländern die Sommerferien. Viele Bundesbürger werden das ausnutzen und sich mit einem schönen Urlaub im Ausland für das, was sie in den vergangenen Monaten geleistet haben, selbst belohnen. Häufig wird dabei auch das Handy eingepackt - und die drohenden Kostenfallen für mobile Telefonie im Ausland werden vergessen.

Eine schneller Anruf zu Hause, dass das Flugzeug gut gelandet ist, ein Schnappschuss vom Strand oder Urlaubsgrüße an die Freunde: Wer im Ausland sorglos mit dem Handy telefoniert oder gar Fotos verschickt, erlebt mit der nächsten Rechnung womöglich eine böse Überraschung. Auch, weil Anrufe, die im Ausland mit dem Handy angenommen werden, anders als in Deutschland kostenpflichtig sind. Wir haben für Sie die wichtigsten Punkte für die Handynutzung im Ausland zusammengestellt.

Stichwort: Roaming

Roaming heißt die Technik, mit der Mobiltelefone über Grenzen hinweg funktionieren. Im Ausland wählt sich das Handy automatisch in das stärkste Netz der Vertragspartner von T-Mobile, Vodafone, E-Plus oder o2 ein. Das stärkste Netz ist jedoch nicht immer das günstigste. Deshalb kann sich die manuelle Einwahl in ein anders Netz lohnen - bei Handys von Nokia, Siemens und Samsung unter dem Menüpunkt "Einstellungen" zu finden, bei Sony Ericsson unter "Verbindungen". Die Anbieter informieren auf ihren Internet-Seiten oder über Hotlines, welche Gesprächskosten die verschiedenen Partner verlangen.

Stichwort: Pauschaltarife

Betreiber wie T-Mobile und Vodafone bieten für bestimmte Länder Pauschalen an. T-Mobile-Kunden können für das EU-Ausland über den Tarif Relax Holiday 30 Minuten für zehn Euro kaufen, die innerhalb von vier Wochen abtelefoniert werden müssen. Nicht gebrauchte Minuten verfallen. Ob das billiger ist als der Normaltarif, muss jeder selbst prüfen.

Vodafone hat einen kostenlos buchbaren Reisetarif, das Reise-Versprechen, für 20 vorwiegend europäische Länder. Urlauber zahlen dann für jedes Telefonat zu einem Festnetz- oder Vodafone-Anschluss den Minutenpreis, der auch in Deutschland gelten würde zuzüglich eines Aufschlags von 75 Cent pro Gespräch. Stichwort: Prepaid

Prepaidkunden können sich ihr Netz im Ausland meist nicht aussuchen, sondern zahlen einen Einheitstarif. Eine ausländische Prepaid-Karte lohnt sich nach Ansicht von Verbraucherschützern nur bei längerem Aufenthalt, etwa einem Praktikum oder beruflichen Einsatz, und für Vieltelefonierer.

Stichwort: Mailbox

Besonders teuer wird es, wenn die Mailbox im Urlaub eingeschaltet bleibt. Der Angerufene zahlt dann für die Verbindung ins Reiseland und - bei Nichterreichen - zurück zum Anrufbeantworter nach Deutschland. Fachleute raten daher, schon zu Hause die Mailbox abzuschalten. Alternativ kann die absolute Rufumleitung aktiviert werden, bei der alle Anrufe gleich auf der Box landen. Nachrichten können dann in den oft günstigeren Abendstunden oder am Wochenende abgehört werden.

Stichwort: SMS

Urlaubsgrüße per SMS sind oft günstiger als ein kurzes Telefonat. So zahlen T-Mobile-Kunden von Italien ins deutsche Festnetz für ein Gespräch von einer Minute 1,32 Euro, pro SMS dagegen maximal 36 Cent. Bei o2 sind es maximal 1,40 Euro für die erste Minute und ebenfalls 36 Cent pro Nachricht. Der Empfang von Textnachrichten ist auch im Ausland kostenlos möglich.

Stichwort: MMS

Besonders teuer ist das Urlaubsbild vom Strand per MMS. Der Versand des 100-KB-Schnappschusses mit dem Surflehrer kostet in Italien mit o2 bis zu 1,70 Euro, bei Vodafone mindestens 1,99 Euro. Auch für den Empfang von Bildnachrichten müssen Reisende tief in die Tasche greifen. Sparfüchse verzichten also auf MMS vom Badestrand und schicken lieber eine reine Textnachricht.

Das Handy schonen

Übrigens sollten Sie Ihrem Handy im Sommer nicht zuviel zumuten. Hitze, Sand und Salzwasser sind Gift für mobile Hardware. Tipps und Tricks zu diesem Thema haben wir in einer separaten Meldung für Sie zusammengefasst.

(Hayo Lücke)

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