Handover
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Handover ermöglicht Wechsel zwischen Funkzellen

Als Handover bezeichnet man die Übergabe eines Handys von einer Funkzelle zur nächsten, ohne dass dabei ein Gespräch abreißt oder der Empfang anderweitig beeinflusst wird. Der Begriff des Roamings hängt ebenfalls damit zusammen.

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Mobilfunknetze sind zelluläre Netze. In jeder Zelle befindet sich eine Sendestation, die Kontakt mit den Handys hält. Die technische Herausforderung besteht nun darin, dass Sie sich als Kunde frei in einem Mobilfunknetz bewegen können, ohne dass die Verbindung abreißt. Auch nicht, wenn Sie gerade mobil telefonieren. Dieses freie Umherwandern - so die deutsche Übersetzung - nennt man Roaming.

Handover von Funkzelle zu Funkzelle

Ihr Handy bucht sich immer in die Funkzelle ein, in der es den besten Empfang hat. Die Energie, mit der Ihr Handy funkt, hängt dabei vom Abstand zwischen Gerät und Basisstation ab. Da die Funkzellen in Städten kleiner sind, wird hier mit geringerem Energieaufwand gefunkt. Das schont den Akku und verlängert die Stand-by-Zeiten und Sprechzeiten.

Wenn Sie nun die Zelle wechseln, weil Sie zum Beispiel im Zug sitzen und telefonieren, dann übernimmt die Basisstation der Nachbarzelle das Gespräch in dem Moment, in dem sie dauerhaft ein stärkeres Signal erhält als die ursprüngliche Zelle. Diese automatische und unterbrechungsfreie Übergabe nennt man Handover.

Was passiert beim Handover?

Bei jedem Handover bucht sich Ihr Handy neu ins Netz ein. Schließlich ist jetzt eine andere Basistation für Sie zuständig, und das Netz muss einen neuen Weg finden, Ihnen ein Gespräch zuzustellen. Wenn Sie eine TwinCard besitzen, also zwei Handys mit zwei SIM-Karten, sollten Sie daher ein Gerät immer ausgeschaltet lassen. Bei jedem Handover buchen sich beide Handys neu ins Netz ein. Sie haben keine Kontrolle, welches der beiden Geräte sich zuletzt eingebucht hat und nun gerade aktiv ist.

National und International Roaming

Der Begriff Roaming bezeichnet zwar nur die Möglichkeit, ohne Gesprächsabbruch die Funkzelle zu wechseln. Meist wird er aber nur dann verwendet, wenn Sie zwischen Funkzellen verschiedener Netzanbieter wechseln, etwa im Ausland. National Roaming gibt es aber auch: Es wird beispielsweise von Telefónica eingesetzt, um o2-Kunden die Nutzung des E-Plus-Netzes zu gewähren - und umgekehrt.. International Roaming bezeichnet dementsprechend die Mitnutzung von ausländischen Mobilfunknetzen.

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