Mit GPRS (General Packet Radio Service) können Daten anfänglich mit
bis zu 56 kbit/s und später mit bis zu 115,2 kbit/s übertragen werden.
Das kommt der ISDN-Geschwindigkeit von 64 kbit/s (bzw. 128 kbit/s bei
Kanalbündelung) schon sehr nahe. Bisher waren je nach Fehlerkorrektur
nur 9,6 bzw. 14,4 kbit/s möglich.
GPRS verbindet Sie direkt mit dem Internet und überträgt Daten im
Mobilfunk erstmals paketvermittelt. Die ersten Tarife rechnen deshalb
auch nach dem übertragenen Datenvolumen ab und nicht mehr nach der
Online-Zeit. Gleichzeitig ist es auch möglich, always online zu sein.
Auch GPRS und WAP werden so zu einer idealen Ergänzung.
Sprachverbindungen werden aber weiterhin über das GSM-Netz
geführt.
Im Vergleich mit der Datentechnik HSCSD sprechen einige Gründe für
GPRS: die schnellere Einwahl mit GPRS, die nur zwei bis drei Sekunden
dauert - im Gegensatz zu HSCSD mit ca. 30 Sekunden -, und der Einsatz
dieser Technik im Ausland. GPRS wird mittelfristig über International
Roaming auch im Ausland nutzbar sein, bei HSCSD ist dies nicht zu
erwarten.