Wer mit dem Handy oder einer Notebook-Datenkarte auf das Internet zugreifen möchte, muss nicht immer auf ein schnelles
UMTS-Netz vertrauen. Auch in herkömmlichen GSM-Netzen sind Internetverbindungen möglich - über
GPRS oder zum Teil auch über EDGE. Doch was ist EDGE überhaupt?
EDGE genauer definiert
EDGE steht für
Enhanced Data Rates for GSM Evolution. Das klingt sehr kompliziert, ist in der Praxis aber nicht viel mehr als eine Technik, die Datenraten in GSM-Mobilfunknetzen erhöhen kann. Wie bei GPRS-Verbindungen werden auch bei EDGE Daten in Paketen übermittelt und dabei über ein spezielles Verfahren moduliert. Die Daten werden in viele kleine Teile aufgeteilt, über das Mobilfunknetz versendet und anschließend wieder zusammengesetzt.
Ein Blick auf die Geschwindigkeiten
In Zahlen ausgedrückt, lässt sich die Downstream-Geschwindigkeit auf gut 200 Kilobit pro Sekunde (kBit/s) steigern. Über GPRS-Verbindungen sind derzeit nur rund 55 kBit/s möglich. Der Upstream lässt in EDGE-Netzen Geschwindigkeiten von bis zu 100 kBit/s zu.
Wo verfügbar?
Ein großer Vorteil von EDGE ist die kostengünstige Aufrüstung bestehender Mobilfunknetze. Anders als bei UMTS müssen bestehende Antennen und Sender nicht ausgetauscht werden, um EDGE in das Netz zu integrieren. Trotzdem ist der GSM-Datenturbo in Deutschland vorerst nur in Teilen des Netzes von
T-Mobile nutzbar.
Vodafone will EDGE im Laufe der nächsten Monate überall dort anbieten, wo das eigene UMTS-Netz noch nicht ausgebaut wurde – vornehmlich in ländlichen Regionen.
E-Plus und
o2 verzichten noch komplett auf den Daten-Beschleuniger. Ist kein EDGE-Netz verfügbar, schalten Handys und Datenkarten automatisch auf GPRS um.