Wer mit dem Handy oder einer Notebook-Datenkarte auf das Internet zugreifen möchte, muss nicht immer auf ein schnelles UMTS-Netz vertrauen. Auch in herkömmlichen GSM-Netzen sind Internetverbindungen möglich - über GPRS oder zum Teil auch über EDGE. Doch was ist EDGE überhaupt?
EDGE genauer definiert
EDGE steht für Enhanced Data Rates for GSM Evolution. Das klingt sehr kompliziert, ist in der Praxis aber nicht viel mehr als eine Technik, die Datenraten in GSM-Mobilfunknetzen erhöhen kann. Wie bei GPRS-Verbindungen werden auch bei EDGE Daten in Paketen übermittelt und dabei über ein spezielles Verfahren moduliert. Die Daten werden in viele kleine Teile aufgeteilt, über das Mobilfunknetz versendet und anschließend wieder zusammengesetzt.
In Zahlen ausgedrückt, lässt sich die Downstream-Geschwindigkeit auf gut 220 Kilobit pro Sekunde (Kbit/s) steigern. Über GPRS-Verbindungen sind nur rund 55 Kbit/s möglich. Der Upstream lässt in EDGE-Netzen Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kbit/s zu.
Wo verfügbar?
Ein großer Vorteil von EDGE war die kostengünstige Aufrüstung bestehender Mobilfunknetze. Anders als bei UMTS mussten bestehende Antennen und Sender nicht ausgetauscht werden, um EDGE in das Netz zu integrieren. Inzwischen ist EDGE in den deutschen Mobilfunknetzen gut ausgebaut und ersetzt insbesondere in ländlichen Räumen das noch fehlende UMTS-Netz. Ist kein EDGE-Netz verfügbar, schalten Handys und Datenkarten automatisch auf GPRS um.