Der Mobilfunk-Standard GSM wurde ursprünglich für die Übertragung von
Sprache konzipiert. Daten fließen deshalb über die langsamen
Sprachkanäle auch nur mit 9,6 kbit/s. Der langsamste Festnetzzugang
(56k-Modem mit einem durchschnittlichen Download von 44 kbit/s) hat
dagegen schon einen 4,5-fachen Durchsatz. Der Bedarf nach schnelleren
Datenübertragungen im Mobilfunk ist also vorhanden und wird inzwischen über GPRS- oder gar UMTS-Verbindungen zur Verfügung gestellt. Als Konkurrenz zu den Angeboten der Mobilfunker steht bereits der WLAN-Nachfolger WiMAX in den Startlöchern.
Im Jahr 2000 wurden gleichzeitig zwei Erweiterungen des GSM-Netzes
eingeführt, die einen höheren Datendurchsatz ermöglichen sollen: GPRS
und HSCSD. Mit beiden Techniken soll das Surfen in Geschwindigkeit
eines ISDN-Anschlusses möglich sein. Durch eine Verbesserung der
Fehlerkorrektur ermöglichen die Netzbetreiber zusätzlich die
Datenübertragung über einen Sprachkanal mit 14,4 kbit/s.
Inzwischen sind auch UMTS-Dienste verfügbar. Im Idealfall sind über UMTS Datenverbindungen mit bis zu zwei Megabit pro Sekunde möglich, aktuell sind aber maximale Übertragungsraten von 384 kBit/s verfügbar.