Ausgebremst

Surfstick ohne Drosselung: Ist grenzenlos surfen möglich?

Wer im Urlaub oder viel unterwegs ist, der nutzt für seinen Laptop oder ein anderes tragbares Gerät gerne einen Surfstick, um immer und jederzeit online zu gehen. Wäre da nur nicht diese Datendrosselung, die früher oder später unweigerlich eintritt. Gibt es auch einen Surfstick ohne Drosselung?

LaptopDank Drosselung setzt auch beim Surfen mit Surfstick irgendwann die Datenbremse ein.© Tom / Fotolia.com

Ist surfen ohne Drosselung möglich?

Mal verbraucht man mehr Datenvolumen, mal weniger. Schön, wenn man mit dem gebuchten Datenpaket auskommt, ärgerlich, wenn die Drosselung beim Surfstick greift und alles nur noch im Schneckentempo geht. Der ein oder andere fragt sich an dieser Stelle natürlich, ob es nicht auch Angebote beim mobilen Internet gibt, die ohne Drosselung auskommen. Leider müssen wir Sie an dieser Stelle enttäuschen: Alle mobilen Internettarife, die aktuell in Deutschland angeboten werden, enthalten ab einem bestimmten Punkt eine Drosselung.

Warum gibt es keine Surfsticks ohne Drosselung?

Bei der DSL-Leitung geht es doch auch ohne Datenbremse. Im mobilen Internet dagegen ist die Drosselung in jedem Vertrag dabei. Das liegt daran, dass sich zahlreiche Nutzer einen UMTS- oder LTE-Sendemast teilen müssen. Wäre jeder ständig online und würde Unmengen von Daten auf seinen PC oder das Handy ziehen, würde die Kapazität des Mobilfunknetzes nicht ausreichen und jeder müsste ständig mit eingeschränkten Geschwindigkeiten rechnen.

Daher hat man beschlossen, die Zugriffe über die Drosselung einzuschränken. So überlegt sich jeder ganz genau, ob der große Download wirklich sein muss oder nicht auch Zeit hat bis zum nächsten WLAN. So trägt jeder seinen Teil dazu bei, dass das Mobilfunknetz für alle erreichbar und möglichst schnell bleibt.

Was es mit Surfstick-Flatrates auf sich hat

Nun könnte der ein oder andere erwidern, dass eine Flatrate eigentlich unbegrenztes Surfvergnügen bedeuten sollte und Provider mit dem Begriff "Flatrate" den Kunden auf eine falsche Fährte locken und ihn glauben machen, dass der soeben erworbene Surfstick ohne Drosselung angeboten wird. Da dies jedoch nicht der Fall ist, wird nach Verbrauch des gebuchten High-Speed-Volumens die Drossel angezogen. Das Internet wird merklich langsamer. Von unbegrenztem Surfen kann da keine Rede mehr sein.

Der Begriff Flatrate bedeutet aber auch einfach, dass man etwas zu einem Festpreis nutzen kann, ohne dass Folgekosten entstehen – und weiterhin surfen kann man ja. Auch mit geringerer Geschwindigkeit, nach angezogener Drossel, kann man weiterhin surfen, auch wenn es nur noch die wenigsten praktizieren, da alles nervenaufreibend langsam lädt.

Was gegen die Surfstick-Drosselung hilft

Wer den gesamten Monat hinweg mit Highspeed surfen möchte, der sollte sich für seinen Surfstick einen Tarif mit hohem Inklusivvolumen heraussuchen. Je nachdem, was man mit dem Surfstick macht, können 500 Megabyte genügen, mache verbrauchen jedoch selbst fünf Gigabyte noch in wenigen Tagen. Es macht also wenig Sinn, einfach nach dem Tarif mit dem größten Inklusivvolumen zu greifen. Am besten, man beobachtet sein Nutzerverhalten über einen längeren Zeitraum, um daraufhin nach einem gut angepassten Tarif für den Surfstick suchen zu können.

Für diesen Zweck gibt es beispielsweise Apps, die den Datenfluss überwachen. Neuere Versionen von Android und iOS haben ein solches Programm meist bereits vorinstalliert. Im Notfall ist es zudem bei vielen Providern möglich, Inklusivvolumen nachzuladen, sollte man einmal zu viel im Internet unterwegs gewesen sein.

Mobiles Internet: Tarife für Surfstick & Co.

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