HSDPA
Handymast© Wolfgang Cibura / Fotolia.com

HSDPA: Highspeed-UMTS mit DSL-Geschwindigkeit

Die UMTS-Erweiterung HSDPA sorgt für ordentlich Geschwindigkeit im mobilen Netz und ist hierzulande in weiten Bereichen verfügbar. Auch wenn der Nachfolger LTE sich immer weiter verbreitet, gehört HSDPA noch nicht zum alten Eisen.

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Wenn es darum geht, neue Umsatzquellen zu erschließen, setzen die großen Mobilfunkanbieter Deutschlands zunehmend auf mobile Datendienste. Dabei hat sich in Sachen Geschwindigkeit in den zurückliegenden Monaten und Jahren einiges getan. Der Datenturbo High Speed Downlink Packet Access, kurz HSDPA, sorgt für mehr Komfort beim Surfen über UMTS.

HSDPA: Der UMTS-Turbo

Unterwegs online zu gehen ist entweder an WLAN-Hotspots möglich oder über die Mobilfunknetze, bei denen zwischen GPRS- (General Packet Radio Service), UMTS- (Universal Mobile Telecommunications System) HSDPA-, und LTE-Verbindungen unterschieden werden muss. Während GPRS maximale Übertragungsraten von 54,4 Kbit/s erreicht, brachte die Einführung von UMTS immerhin eine Beschleunigung auf 384 Kbit/s.

Noch schneller geht es mit HSDPA. Diese neue Technik baut auf dem UMTS-Standard auf und beschleunigt mobile Datenverbindungen spürbar. Zunächst wurden überall dort, wo ein UMTS-Netz verfügbar ist, Geschwindigkeiten von bis zu 3,6 Mbit/s im Downstream realisiert. Downloads mit bis zu 7,2 Mbit/s sind heute gang und gäbe, Verbindungen bis zu 14,4 Mbit/s keine Seltenheit. Durch die Erweiterung HDPA+ werden sogar über 40 Mbit/s erreicht.

Schneller Upload mit HSUPA

Doch nicht nur das Herunterladen von Dateien aus dem Internet wird bschleunigt. Mit HSUPA wird auch der Datenversand schneller. Das ist für Geschäftskunden wichtig, die E-Mails mit größeren Anhängen verschicken oder größere Datenmengen auf einen Server übertragen müssen.

Neben schnelleren Datenraten sorgt HSDPA auch dafür, dass alle Nutzer, die gleichzeitig auf eine UMTS-Zelle zugreifen, besser organisiert werden. Das bedeutet, dass mehr Teilnehmer gleichzeitig mit hohen Datenraten online gehen können. Mehr Tempo gibt es auch bei den so genannten Roundtrip-Zeiten, die für schnelle Antwortzeiten von Servern wesentlich sind.

Neue HSDPA-Technik

Netzbetreiber, die auf HSDPA aufrüsten, müssen ihre modernsten Basisstationen mit neuer Software und ältere Modelle mit zusätzlicher Hardware in Form von Steckkarten ausstatten. Der Hardwareaustausch ist meist ohne Probleme möglich, da die vorhandene Technik für derartige Erweiterungen bereits ausgelegt ist. Software-Updates werden häufig nachts durchgeführt, so dass der Mobilfunkkunde hiervon nichts mitbekommt. Voraussetzung zur Nutzung des Datenturbos ist, dass das Tablet oder das Handy HSDPA-fähig ist. Moderne Smartphones und 3G-Tablets unterstützen den Standard aber in der Regel; einfachere Touchscreen-Geräte jedoch nicht immer.

Noch schneller als HSDPA: LTE

Das Ende der Fahnenstange ist mit HSDPA noch lange nicht erreicht. 2010 begannen die Mobilfunker mit der Einführung eines weiteren Standards, der LTE (Long Term Evolution) getauft wurde. LTE mit Übertragungsraten im dreistelligen Bereich setzt in Sachen Geschwindigkeit noch ordentlich einen drauf und hat sich bereits seinen festen Platz im Mobilfunk erobert. Mit LTE wird die UMTS-Evolution, die mit den Einführungen von HSDPA und HSUPA begannen, konsequent weitergeführt. Das heißt jedoch nicht, dass HSDPA schon ausgedient hätte.

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