Datenroaming
Mobiles Internet© goodluz / Fotolia.com

Dank Datenroaming im Ausland mobil surfen

Auch im Ausland lässt sich das Handy, Smartphone oder Notebook mit dem Internet- und Telefonnetz verbinden – aber: Die in Deutschland gebuchte Flatrate gilt in der Regel nur hierzulande. Daher stellt sich die Frage: Wie teuer ist eigentlich Roaming?

Ab in den Urlaub: Zwischen Sightseeing, Entspannung am Strand oder sportlichen Aktivitäten möchten viele auch im Urlaub kurz die E-Mails abrufen oder auf News-Websites lesen, was in der Heimat gerade passiert. Außerdem ersetzt oder ergänzt das Internet als Ideengeber für Unternehmungen, Wegweiser zu touristischen Hotspots, Verzeichnis von Kinos oder als Übersetzer häufig Reiseführer, Stadtplan und Wörterbuch. Dabei sollte man einen Blick darauf haben, was die Internetnutzung im Ausland, das sogenannte Datenroaming, kostet.

Was kostet die Handynutzung im Ausland?

Auch wenn sich dieser Ratgeber mit dem Surfen im Ausland beschäftigt, sei hier noch einmal erwähnt, dass die Roaming-Kosten (für Telefonie) innerhalb der EU auf maximal 19 Cent (abgehend) begrenzt sind. Eingehende Anrufe werden mit höchstens etwas mehr als ein Cent pro Minute berechnet, SMS mit sechs Cent (jeweils netto), was je nach Provider und Tarif noch unterhalb des Inlandspreises liegt. Zusätzlich zu diesen absoluten Höchstgrenzen sind zum 30. April 2016 weitere Regeln eingeführt worden: Nun darf ein Mobilfunker nicht mehr als fünf Cent pro Minute bzw. zwei Cent pro SMS auf den Heimattarif aufschlagen. Im Jahr 2017 sollen die Roaming-Gebühren innerhalb der EU fast gänzlich abgeschafft werden.

Datenroaming: Maximal 59,50 Euro pro Monat

Wichtiger für Internetnutzer, die sich während der Ferien per Mobilfunkstandard wie UMTS/HSPA oder LTE ins Netz einwählen wollen: Auch für das mobile Internet innerhalb der EU brachten die jüngsten Entwicklungen neue Preisgrenzen. Ein übertragenes Megabyte (MB) darf weiterhin maximal 20 Cent kosten und wird seit Ende April 2016 mit nur noch maximal fünf Cent Aufschlag auf den Heimtarif berechnet. Auch hier werden 2017 die Roaming-Gebühren innerhalb der EU weitestgehend abgeschafft.

Als Kostendeckel hat die EU zum 1. Juli 2010 zudem eine Obergrenze für Roaming-Gebühren von 50 Euro netto (ca. 60 Euro brutto) festgelegt, bei Überschreitung kann nicht mehr telefoniert oder gesurft werden. Wer das Limit senken oder erhöhen möchte, darf das ebenfalls tun. Die Kostenbremse greift aber nur für die Standard-Einstellungen bei den einzelnen Providern und nicht für zusätzlich buchbare Optionen, die preislich vielleicht attraktiver sind.

Günstiger surfen im Ausland durch die richtige Tarifwahl

Wie bereits geschrieben, sind die Preise fürs Datenroaming in der EU in den letzten Jahren stark gefallen. Trotzdem kann man mit der richten Tarifwahl noch einiges sparen. So gibt es von den verschiedenen Mobilfunkanbietern beispielsweise spezielle Auslandstarife, die sich zum bestehenden Tarif hinzubuchen lassen. Manche Tarife haben sogar von Haus aus ein gewisses Freikontingent im europäischen Ausland inklusive. Wer bei seinem eigenen Anbieter kein passendes Angebot für die Reise findet, kann sich auch bei anderen Anbietern umsehen.

Gerne gewählt wird von vielen Reisenden die Prepaid-Variante: Hierbei kauft man sich einfach eine Prepaid-Karte aus dem jeweiligen Reiseland, um zu sehr günstigen Preisen mobil surfen zu können. Da die meisten jedoch kein Smartphone mit zwei SIM-Karten-Steckplätzen haben, muss man sich bei dieser Variante damit anfreunden, nicht mehr unter seiner gewohnten Nummer erreichbar zu sein.

Datenroaming außerhalb der EU

Verreist man jenseits der EU-Grenzen, wird es noch wichtiger, sich um einen passenden Tarif zu kümmern. Denn die bereits genannten Preisobergrenzen gelten nur innerhalb Europas. Außerhalb der EU zahlt man meist pro Megabyte horrend hohe Preise und hat oft schon nach dem Besuchen weniger Websites die 60-Euro-Grenze geknackt. Diese gilt – theoretisch – immer noch. Mancherorts ist es dem Betreiber jedoch nicht möglich, vollständig alle nötigen Informationen zu sammeln, um den Kosten-Airbag zu aktivieren. Dann kann es passieren, dass man nach dem Urlaub eine deutlich höhere Datenroaming-Rechnung erhält.

Vorsicht beim Datenroaming auf Schiffen

Auch wenn die Kosten für Datenroaming innerhalb der EU begrenzt sind: Schippert man auf EU-Gewässern während einer Kreuzfahrt umher, sollte man nicht annehmen, aufgrund der niedrigen EU-Roaming-Kosten nichts zu befürchten zu haben. Meist ist man zu weit vom Land entfernt, um sich mit einem Mobilfunksendemast zu verbinden und alle Aktionen laufen zuerst über das Schiffsnetz, welches über Satellit läuft. Doch gerade das kann richtig teuer werden. Am besten man erkundigt sich vorab bei der Schiffsgesellschaft nach den Roaming-Kosten.

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