Wiki-Systeme
Wikipedia© Wikimedia Deutschland e.V.

Wikis - Schnell, gemeinsam, Wiki!

Wiki-Systeme sind eine Form der Content-Bearbeitung im Web 2.0. Statt mit einem einzelnen Schreiber, der den gesamten Inhalt für einen Artikel produziert, arbeiten Wikis nach dem Gemeinschafts-Prinzip. Jeder Besucher darf beliebige Artikel erstellen und korrigieren.

Wikis werden inzwischen überall dort eingesetzt, wo eine schnelle Korrektur vonnöten ist. Das bekannteste Beispiel ist die kostenlose Online-Enzyklopädie Wikipedia. In der Wikipedia arbeiten Hunderte von Nutzern gleichzeitig an den Artikeln, erstellen, verbessern und korrigieren. Wikipedia hat sich zum Ziel gesetzt, das Wissen der Welt zu sammeln. Das System ist durch die rege Teilnahme ständig im Fluss, das Schwarmwissen ersetzt das Individualwissen.

Community-Funktionen und gesammeltes Wissen

Die Wikipedia ist jedoch nur ein Beispiel. Wikis werden überall dort eingesetzt, wo viele Anwender an einem Problem arbeiten müssen, ohne sich oder einem Redakteur dabei in die Quere zu kommen. Auf Support-Websites, wie dem Apfelwiki, wie auf den Internetseiten von Universitäten oder als Forum für Futurama-Fans. Eine Übersicht zahlreicher verfügbarer Wikis findet sich zum Beispiel im Wikiindex. Dort finden sich Wikis zu fast allen Themenbereichen.

Die Wikipedia ist das bekannteste Wiki im Web

Wikis ersetzen zudem klassische Formen der Internet-Community, da sie über Community-Funktionen verfügen, etwa Diskussionsforen für angemeldete Anwender. Das Wissen wird nicht mehr häppchenweise auf Nachfrage serviert, sondern findet sich gesammelt im Wiki wieder.

Der Begriff "Wiki" stammt dabei vom hawaiianischen Wort für "schnell" ab: "Wikiwiki." Die Geschwindigkeit eines gut besuchten Wikis ist enorm. So heißt es, dass selbst durch Vandalismus beschädigte Seiten binnen kurzer Zeit wieder verfügbar sind. Dazu merkt sich das Wiki jede Änderung des Inhalts, was eine Reparatur enorm vereinfacht.

Der Wiki-Vandalismus ist jedoch ein nicht zu verachtendes Problem. Immer wieder versuchen Anwender, etwa den Artikeln der Wikipedia ihre eigene Meinung unterzujubeln oder die Wikipedia für Spam und Werbung zu missbrauchen. Sogar einige amerikanische Comedy-Künstler haben das Wiki-Lexikon für sich entdeckt und verwüsten es – als Teil ihrer Show. Dabei ist die Wikipedia ein echtes Stehauf-Männchen: Artikel werden im Durchschnitt binnen 180 Sekunden wieder gerichtet.

Lexikon im Eigenbau

Ein Wiki eignet sich für alle, die online eine Wissenssammlung erstellen wollen. Bei Bedarf kann die Anwendergruppe auch so geändert werden, dass nur registrierte Nutzer etwas ändern können – hervorragend, um zum Beispiel die Website des eigenen Fußball-Vereins mit einer Wissens-Kategorie aufzuwerten. Auch wenn es "nur" ein Fußball-Lexikon sein sollte.

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