In Echtzeit

Skrill: Einfach bezahlen per E-Mail

Das webbasierte Zahlungssystem Skrill, zuvor unter dem Namen Moneybookers bekannt, ermöglicht das Bezahlen per E-Mail. Das Geld wird dabei in Echtzeit transferiert, das heißt, es ist sofort verfügbar. Wie funktioniert Skrill?

Tastatur© Peter Atkins / Fotolia.com
Bei Skrill kann entweder ein Privatkonto oder ein Firmenkonto eröffnet werden. Wer sich registrieren möchte, muss mindestens 18 Jahre alt sein und seine E-Mail-Adresse bereithalten. Anschließend versendet der Anbieter einen Code, um die angegebene E-Mail-Adresse zu überprüfen. Dieser muss auf der Website eingegeben werden. Das nächste Formular erfordert nun persönliche Angaben. Nach der Zustimmung zu den AGB und den Datenschutzbestimmungen ist das Konto eröffnet. Die Einrichtung ist kostenlos. Je nach Aktivität kann jedoch eine monatliche Gebühr anfallen: Liegt die Anmeldung oder die letzte Transaktion länger als 18 Monate zurück, wird 1 Euro pro Monat fällig.

Geld einzahlen, senden und empfangen

Skrill ist ein Prepaid-System, der Kunde muss also zuerst Geld einzahlen. Das ist per Banküberweisung, Kreditkarte oder giropay möglich, in Großbritannien und Frankreich auch per Scheck. Die Einzahlung per giropay kostet für den Kunden 1,5% des Betrages. Per Bank ist ist das Auffüllen des Kontostands kostenlos, dauert jedoch ein paar Tage. Innerhalb weniger Sekunden geschieht die Einzahlung per Kreditkarte (Visa). Die Gebühr beträgt hierbei 1,90 Prozent.

Jetzt kann der Kunde einkaufen oder Geld versenden. Dazu braucht er nur die E-Mail-Adresse des Empfängers, auch wenn dieser noch kein Skrill- beziehungsweise Moneybookers-Kunde ist. In diesem Fall erhält der Empfänger eine Benachrichtigung per E-Mail und bekommt das Geld, nachdem er dort ein Konto eröffnet hat.

Geldsendungen sind in über 200 verschiedene Länder sowie in 40 Währungen möglich. Unterscheiden sich die Währungen, wird der Betrag zum aktuellen Referenzkurs umgerechnet. Hinzu kommt ein Aufschlag in Höhe von 2,99 bis 4,99 %.

Shoppen mit Skrill

Skrill ist als Zahlungsmöglichkeit in vielen verschiedenen Bereichen vertreten. Dem Betreiber zufolge bieten weltweit mehr als 150.000 Händler Zahlungen mit Skrill an, darunter auch eBay und Skype. Eine ausführliche Liste ist in der Händler-Übersicht von Skrill abrufbar.

Für den Kunden ist die Zahlung immer kostenlos. Der Vorteil bei liegt darin, dass die Kunden dem Onlineshop keine sensiblen Daten wie die Bankverbindung oder die Kreditkartennummer angeben müssen. Die Bezahlung erfolgt unter Angabe des Betrages und der E-Mail-Adresse, mit der der Kunde sein Skrill-Konto führt. Daher ist sie zumindest beim Kauf von digitalen Gütern, bei denen keine Versandadresse angegeben werden muss, anonym.

Geld auszahlen

Wer sich sein Guthaben oder empfangenes Geld auszahlen lassen möchte, kann dies entweder auf das Bankkonto oder auf die Kreditkarte veranlassen. Die Gebühr beträgt in beiden Fällen 2,95 Euro. Auszahlungen per Bank werden nicht in Echtzeit abgewickelt, der Transfer dauert etwa zwei bis fünf Tage. Einen Mindestbetrag für die Auszahlung gibt es nicht, somit kann das Guthaben jederzeit abgehoben werden.

Zum Anbieter

Das Unternehmen mit Sitz in Großbritannien wurde im August 2001 gegründet und startete im April 2002 seinen Micropayment-Service. Moneybookers/Skrill ist seit Februar 2003 Inhaber der E-Banklizenz und wurde durch die FSA (Finanz- und Kapitalmarktaufsicht des Vereinigten Königreichs) als "electronic money issuer" lizensiert, elektronisches Geld auszugeben. Nach der E-Money-Richtlinie des europäischen Parlaments und für britische Unternehmen zusätzlich nach dem Financial Services and Markets Act 2000 sind die E-Geld Institute unter anderem verantwortlich, Vorkehrungen gegen Geldwäsche zu treffen.

Fazit zu Skrill

Möchte man Geld von einem Skrill-Konto zu einem anderen senden, das direkt online ausgegeben wird, ist Skrill schneller als eine Banküberweisung. Wenn sich der Empfänger das Geld aber auszahlen lassen möchte, sollten Interessierte beachten, dass noch die Gebühr hinzukommt. Ein großes Plus ist die Präsenz in vielen Ländern, man sollte aber alle anfallenden Kosten im Auge behalten. Auch die Gebühren, die die Bank im Empfängerland erhebt, wenn das Geld abgehoben wird. Komplett kostenfrei ist dieses Zahlungssystem für Kunden, die ihr Geld per Bank einzahlen und komplett in Onlineshops ausgeben.

Insgesamt ist der Vorgang sehr schnell und einfach auszuführen. Alternativ lässt sich Skrill auch unterwegs per Handy nutzen.

Der maximal versendbare Betrag variiert von Kunde zu Kunde, das aktuelle Limit ist nach dem Log-in sichtbar. Ist das Geld einmal abgeschickt, ist die Transaktion - ähnlich einer Banküberweisung - nicht mehr stornierbar. Zahlungsaufträge können nur dann storniert werden, wenn die Transaktion noch nicht erfolgreich abgeschlossen wurde. Da der Transfer in Echtzeit erfolgt, ist das also nur der Fall, wenn Geld an jemanden gesendet wurde, der noch kein Skrill-Konto besitzt. Sollte der Empfänger das Geld nicht innerhalb von 14 Tagen akzeptieren, wird es dem Sender wieder gutgeschrieben.

Weitere Infos zum Thema

Mehr aus dem Web

Zum Seitenanfang