Security

Twitter: Zehn Tipps zum sicheren Twittern

Der 140-Zeichen-Kurznachrichtendienst im Netz wird immer populärer - und zieht auch Cyberkriminelle an. Einfache Grundregeln können Twitterer laut Sicherheitsexperte AVG vor manipulierten Links, Phishing & Co. schützen.

Internet© Anterovium / Fotolia.com

Der Online-Kurznachrichtendienst Twitter wird zunehmend populärer, inzwischen werden nach Angaben der Betreiber 50 Millionen sogenannte Tweets - also Kurznachrichten mit einer Zeichenlänge von maximal 140 Zeichen - täglich veröffentlicht. Sicherheitsexperte AVG Technologies warnt davor, dass Twitter dadurch auch stärker in den Fokus von Cyberkriminellen gerät. Diese könnten Twitter-Nutzer über die in Tweets enthaltenen Links auf manipulierte Webseiten locken. AVG gibt zehn Tipps zum sicheren Twittern.

Vorsicht mit persönlichen Angaben

Die unbeschwerte Nutzung von Twitter sei laut dem Hersteller von Sicherheitssoftware möglich, wenn einige grundsätzliche Verhaltensregeln beachtet würden. Vor allem gehört dazu auch ein gesunder Menschenverstand und eine gehörige Portion Misstrauen.

  1. Wie für Chats gilt auch für Twitter: Es sollten keine Details über den eigenen Aufenthaltsort oder geplante eigene Vorhaben gemacht werden, die Kriminellen eventuell nützlich sein könnten.
  2. Die in Twitter häufig genutzten URL-Verkürzer können heimtückisch sein, denn die dahinter verborgene Zieladresse bleibt verborgen. Bei Zweifeln rät AVG, lieber nicht auf den Link zu klicken beziehungsweise den Link vorher mit einer entsprechenden Schutzsoftware zu prüfen.
  3. Sind ungewöhnlich häufig Nachrichten von Freunden im eigenen Twitter-Stream zu finden, so sollte überprüft werden, ob deren Twitter-Account nicht gehackt wurde.
  4. Ein Tweet sollte nicht einfach voreilig geschrieben werden und die möglichen Folgen immer mitbedacht werden: Suchmaschinen zeigen selbst gelöschte Kurznachrichten noch an und machen diese für alle Internetnutzer verfügbar - etwa auch für den eigenen Chef. Die Nutzung von Hash Tags erleichtert zudem die Auffindbarkeit der eigenen Tweets für andere Nutzer.
  5. Nicht jedem blind vertrauen

  6. Ein gewisses Misstrauen gegenüber Freundschaftsanfragen ist auf Twitter - wie auch anderswo im Netz - immer angebracht. Denn ein Internetnutzer kann nie ganz sicher sein, ob sicher hinter der angeblichen Person nicht eine andere Identität verbirgt.
  7. Für die komfortable Twitter-Nutzung gibt es inzwischen hunderte Twitter-Anwendungen. Vor einem Download sollte aber überprüft werden, ob das gewünschte Programm auch sicher ist. Zur besonderen Vorsicht rät AVG, wenn ein Software-Programm nach Twitter-Passwort und Login-Namen fragt.
  8. Für jedes soziale Netzwerk sollten Nutzer ein eigenes Passwort wählen, falls möglich für jeden Account sogar eine gesonderte E-Mail-Adresse verwenden. Vorteil: Bei Abmeldung aus einer Online-Community könne laut AVG dann auch die dafür genutzte E-Mail-Adresse gelöscht werden.
  9. Nutzen Personen den gleichen Rechner, sollte in den Einstellungen des Browsers sichergestellt werden, dass die persönlichen Benutzerdaten nicht gespeichert und beim Login auf Twitter & Co. nicht automatisch eingefügt werden.
  10. Phishing auch auf Twitter ein Thema

  11. Auch Twitter ist vor Phishing-Attacken nicht gewappnet. Der Aufforderung zum Einloggen in den eigenen Twitter-Account und zum Ändern des Passwortes sollte nicht blind gefolgt werden.
  12. Nach Nutzung des Handys zum twittern, sollte immer sichergestellt sein, dass der Twitterer sich auch wieder beim Kurznachrichtendienst ausloggt. Ansonsten kann ein Dritter, der Zugriff auf das Smartphone hat, Nachrichten auf Twitter in eigenem Namen veröffentlichen.

(Jörg Schamberg)

Zum Seitenanfang