Internettelefonie

VoIP: Telefonieren über den Computer

Wer über den PC telefoniert, ist weltweit unter der gleichen Nummer erreichbar. Grundsätzlich sind VoIP-Telefonate sehr günstig. Was Sie tun müssen, um über den Computer zu telefonieren und welche Dinge Sie dazu benötigen? Finden Sie es heraus!

Voipen© goodluz / Fotolia.com

So funktioniert das Telefonieren über den Computer

Voice over IP bedeutet so viel wie Telefonieren übers Internet. Wie beim guten, alten Festnetz wählt der Nutzer die gewünschte Rufnummer. Diese wird bei VoIP allerdings in eine IP-Adresse umgewandelt, mit der ein Empfänger im Internet gefunden werden kann. Sobald die Verbindung hergestellt wurde, können sich die Teilnehmer wie gewohnt unterhalten. Die akustischen Signale des Gesprächs werden mit so genannten Codecs digitalisiert und komprimiert, um sie als kleine Datenpakete hin- und herzuschicken. Während für ein übliches Telefongespräch jeweils eine Leitung exklusiv reserviert werden muss, können so bei VoIP mehrere Gespräche gleichzeitig geführt oder parallel im Internet gesurft werden.

Voraussetzung: Schnelles Internet

Zunächst einmal benötigen Sie eine Internetleitung für die Nutzung von Voice over IP. Am besten eignen sich dabei die so genannten Breitband-Flatrates. Um ein VoIP-Gespräch mit guter Qualität zu führen, müssen etwa 100 Kilobit pro Sekunde an Bandbreite, also schnelles Internet per DSL, TV-Kabel oder anderen Alternativen, zur Verfügung stehen. Eine Flatrate ist wegen des Datenvolumens angebracht, das ein VoIP-Telefonat verursacht. Je nach Komprimierungsverfahren produziert ein Gespräch etwa 1,2 bis 1,5 Megabyte an Daten pro Minute.

Unterschiedliche Lösungen für verschiedene Wünsche

Es ist eine Frage des Telefonierverhaltens, welche Tarifvariante individuell am besten passt. In jedem Fall muss man sich bei einem VoIP-Anbieter anmelden und gegebenenfalls einen Vertrag abschließen.

Wer VoIP ständig nutzen möchte, kann seinen Festnetzanschluss über das Internet realisieren. Das gesamte analoge Telefonnetz wird in den kommenden Jahren vermutlich nach und nach auf VoIP umgestellt werden. Kunden erhalten eine eigene Telefonnummer, teilweise können bestehende Rufnummern auch zum VoIP-Anbieter portiert werden. Der Anschluss ist so immer aus allen Netzen erreichbar und Anrufe können in alle Netze verbunden werden.

Wenigtelefonierern dagegen wird möglicherweise schon die so genannte Softphone-Lösung ausreichen. Bei dem Softphone handelt es sich um eine meist kostenlose Telefonsoftware für den Computer. So lassen sich andere Internet-Nutzer meist kostenlos oder klassische Telefonanschlüsse zu einem gewissen Minutenpreis erreichen. Allerdings ist die Nutzung hierbei nur bei eingeschaltetem Rechner möglich.

Passende Hardware besorgen

Um über den Computer zu telefonieren, braucht man neben der Internetverbindung und einem passenden Anbieter nicht viel: Dabei kommt es meist darauf an, für welche der Möglichkeiten man sich entschieden hat. Möchte man seinen Festnetzanschluss über VoIP realisieren, benötigt man einen VoIP-fähigen Router und Software, dies erhält man direkt beim Anbieter. Das vorhandene Telefon lässt sich meist weiter nutzen.

Wer sich für die Softphone-Lösung entschieden hat, lädt sich einfach die Software des Anbieters herunter. Dann fehlt eigentlich nur noch Mikrofon und Lautsprecher. Dabei ist es egal, ob dies nun ein USB-Telefon, das Headset oder der Lautsprecher und Mikrofon des Tablet oder Notebooks ist.

Lostelefonieren

Hat man sich um alles gekümmert, verfügt also über eine ausreichende Internetverbindung, hat sich einen passenden Anbieter gesucht, dessen Software installiert und hält auch alle nötige Hardware bereit, steht dem ersten Telefonat über den Computer nichts mehr im Wege.

Wer Hilfe bei der Einrichtung benötigt oder andere Fragen hat, wendet sich am besten direkt an den gewählten Anbieter oder durchsucht dessen FAQ, da sich die einzelnen Abläufe und Einstellungsmöglichkeiten je nach gewähltem Service unterscheiden.

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